Stoffsammlung für geplantes Projekt (Stand 18.06.2024)

Biodiversitätsorientierte Schwammlandschaft Unteres Steinatal 
2025

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KLIMENZ ist aktiv 

Artenvielfalt, Nachhaltigkeit, Maßnahmenvorschläge
für das untere Steinatal im (Klima-)Wandel

Klimafluch(t) – die Bombe tickt!

Drohende Klimakatastrophe
& Biodiversitätskollaps

Klimawandel manifestiert sich in dramatischer Weise. Seine Auswirkungen im Unteren Steinatal sind vielfältig und stellen eine Mischung aus subtilen, schwer erkennbaren Veränderungen und eklatanten Ereignissen dar. Diese Bedrohungen gefährden das Überleben freilebender Tier- und Pflanzenarten. Zudem werden/wurden Biotopverbünde und Nahrungsketten durch den Verlust natürlicher Lebensräume wie Landwirtschaftsflächen, Steinbrüche und Siedlungen empfindlich gestört.

KLIMENZ initiiert

Dies ist eine erste Stoffsammlung. Als kleiner ehrenamtlicher Verein ist KLIMENZ Impulsgeber, er hat keine Ressourcen für eine Realisierung und sucht professionelle kompetente Partner. 

A.    FORSCHUNG & WISSENSCHAFT

Landesstudie Gewässerökologie

(Projekt G20 Modellregionen)
Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft BW

Die Landesstudie Gewässerökologie (G20 Modellregionen) ist eine umfassende Untersuchung und Analyse der ökologischen Zustände und Entwicklungen von Gewässern innerhalb bestimmter Modellregionen in Deutschland. Diese Studie verfolgt mehrere Ziele und beinhaltet verschiedene Aspekte. Hier sind die Hauptbestandteile der Studie:

  1. Untersuchung der Wasserqualität:
    • Chemische Analysen: Messung von Nährstoffen, Schadstoffen und anderen chemischen Parametern, um die Wasserqualität zu bewerten.
    • Biologische Untersuchungen: Untersuchung von Flora und Fauna, einschließlich Makrozoobenthos, Phytoplankton, Makrophyten und Fischpopulationen.
  2. Hydromorphologische Erhebungen:
    • Fließgewässerstrukturen: Analyse der Struktur und Dynamik der Fließgewässer, einschließlich Flussbettstrukturen, Uferzonen und Auenbereiche.
    • Habitate: Bewertung der verschiedenen Lebensräume innerhalb der Gewässer und deren Zustand.
  3. Bewertung der ökologischen Funktionalität:
    • Ökosystemfunktionen: Untersuchung der Funktionen und Leistungen der Gewässerökosysteme, wie z.B. Selbstreinigungskraft, Nährstoffkreisläufe und Lebensraumfunktion.
    • Ökologische Indikatoren: Verwendung von Indikatoren zur Bewertung des ökologischen Zustands und der Belastbarkeit der Gewässer.
  4. Identifikation und Bewertung von Belastungsquellen:
    • Eintragspfade: Analyse von Punktquellen und diffusen Einträgen von Schadstoffen und Nährstoffen in die Gewässer.
    • Landnutzungseinflüsse: Bewertung der Auswirkungen von Landnutzung, wie Landwirtschaft und Siedlungsentwicklung, auf die Gewässerökologie.
  5. Maßnahmenplanung und -bewertung:
    • Renaturierungsmaßnahmen: Planung und Bewertung von Maßnahmen zur Wiederherstellung natürlicher Gewässerstrukturen und -funktionen.
    • Schutzmaßnahmen: Entwicklung von Strategien und Maßnahmen zum Schutz und zur Verbesserung der Gewässerökologie.
  6. Partizipation und Öffentlichkeitsarbeit:
    • Einbindung der Akteure: Einbeziehung von lokalen und regionalen Akteuren, wie z.B. Behörden, Landwirten, Umweltschutzorganisationen und der Öffentlichkeit, in den Prozess.
    • Informationskampagnen: Durchführung von Informations- und Bildungsmaßnahmen, um das Bewusstsein für die Bedeutung der Gewässerökologie zu stärken.

       

Die Landesstudie Gewässerökologie (G20 Modellregionen) dient als Grundlage für die Entwicklung und Umsetzung nachhaltiger Gewässerbewirtschaftungsstrategien und trägt dazu bei, die Ziele der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) der Europäischen Union zu erreichen. Die Ergebnisse der Studie helfen, gezielte Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerqualität und des ökologischen Zustands der Gewässer zu planen und durchzuführen. KLIMENZ konzipiert konkrete Beispiele wie folgt.

Arbeitstitel für Modellregion:

“Schwammlandschaft & Wasserkörper Unteres Steinatal”

blau schraffiert = FFH-Gebiet.                                                      

B.   KONKRETE ETAPPENZIELE

Einzelbeispiele im Baukastensystem

1.   Steinaversickerung, Wadi & Canyons
2.   Wildbach, Auen & Gewässerrandstreifen 
3.   Bach- und Teichpatenschaften Steinatal 
4.   Artenschutzgebiet Fockeltengraben
5.   Artenschutzturm Detzeln
6.   Krebsbach-Konzept-Krenkingen (3K)
7.   Krebsbachwasserfall & Steinbruchsee
8.   Auswirkungen auf das ganze Steinatal
9.   Renaturierung NORDBRUCH
10. Heckennutzung und Zukunftswald
11.  Wasserbüffel als Klimaschützer
12. Fazit
.

Das angedachte Projekt wird in zeitliche und sachliche Etappen gegliedert, basierend auf einem Baukastensystem. Die Etappenziele werden eng mit den Beteiligten abgestimmt und unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Erkenntnisse sowie gesetzlicher Vorgaben geplant. Standardisierte und strukturierte Prozesse sind auf effizientes Erreichen der Projektziele ausgerichtet.

Ökologisch-ökonomische Win-Win-Lösungsansätze für den gesamten Wasserkörper eines hochkomplexen Ökosystems sind erforderlich. Wir tragen zur Entwicklung von Notfall- und Managementplänen (MaP) u.a. für FFH-Gebiete bei, unterstützen die Neubewertung der europäischen Wasser-Rahmen-Richtlinie (WRRL-Bewirtschaftungspläne 2022-2027) und die Umsetzung von relevanten Umweltgesetzen. Des Weiteren initiieren wir  proaktive Managementpläne für Hoch-, Niedrig- und Regenwasser, Verklausungsschutz, Versiegelungsstopp, Gewässerschauen (alle 5 Jahre), Gewässerentwicklungsplänen, Hitzeaktionsplänen und Waldbrandschutz.

Innovative Veranstaltungen ergänzen das Projekt und involvieren verschiedene Bevölkerungsschichten, sind mehrgenerationenorientiert und werden durch sanften Tourismus zugänglich gemacht, begleitet von professioneller pädagogischer Unterstützung im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).

Es sind messbare Daten und Fakten für Etappenziele geplant. Diese werden durch unsere Monitorings und ein Klimacontrolling überwacht. Der Projektfortschritt wird an Monatstreffen, bei der Jahreshauptversammlung, in Printmedien und Social Media (geplant ab Sommer 2024) veröffentlicht.

 

1.  Steinaversickerung, Wadi & Canyons 

Die Steinaversickerung ist ein geheimnisvolles Phänomen, bei dem Wasser durch Gesteinsspalten verschwindet, was das Ökosystem, den Wasserhaushalt und das Mikroklima beeinflusst. Dieses einzigartige Naturereignis umfasst zwei Canyons und das trockengefallene Flussbett (Wadi), das nur nach starken Regenfällen Wasser führt. Früher war die Steina ca. 10 Wochen versickert – 2023 waren es fast 10 Monate (!) –  bedingt durch Hitzesommer/Dürren.

Die Einzigartigkeit, Schönheit und Seltenheit dieses mystischen Naturphänomens sowie die Möglichkeit, im trockengefallenen Bachbett (Wadi) zu wandern, den Anblick eines Wasserfalls ohne Wasser (!) zu erleben und die beiden geologisch spannenden Canyons sollten Natur- und Umweltschütern sowie Schulklassen besser zugängig gemacht werden. Eine Aussichtsplattform und der Startpunkt für eine “Steinatal-Safari” würden die Besuchererfahrung bereichern. Naturdenkmäler gelten als „Botschafter“ des Umweltgedankens, da sie das Schutzgut eindrücklich darstellen und aufwerten.

Wasserfall ohne Wasser:
Nach der Steinaversickerung folgen zwei Canyons und das Wadi zum “Teufelsloch” (Wasserfall ohne Wasser)         Fotos: Vanessa Kasseckert 

Im Wadi:
Ein trockengefallenes Bachbett wird Wadi genannt. In den verbleibenden Gumpen (links) müssen Fische und seltenen Steinkrebse gerettet und Müll geborgen werden.

Müllsammler im Wadi:
Wanderer sammeln Müll im Wadi. Im trockengefallenen Bachbett suchen Michael Summ (rechts) und seine Kinder das für Tiere tödliche Plastik.       Fotos: Verein

Im Canyon:
In den steilen Felswänden der beiden Canyons brüten Wasseramsel und Eisvogel;
ein spannendes Naturerlebnis
und Geologiephänomen.
 

Fazit:
Die Steinaversickerung, ein mysteriöses Phänomen, bei dem Wasser durch Gesteinsspalten verschwindet und das Ökosystem, den Wasserhaushalt und das Mikroklima beeinflusst, umfasst zwei Canyons und ein Wadi, das nur nach starken Regenfällen Wasser führt und in den Hitzesommern 2023 fast 10 Monate trocken blieb. Als einzigartiges Naturereignis und „Botschafter“ des Umweltgedankens verdient die Steinaversickerung mehr Aufmerksamkeit und bessere Zugänglichkeit für Besucher, Schulklassen und Umweltschützer.

Kosten
Förderanträge:

Wegweiser zur Versickerung,
Infotafeln,
Webcam Versickerung,
Webcam Austritt,
Pegelmessstab/-Logger,

QR-Code, 
Verkehrssicherung,
Videoüberwachung (illegale Müllentsorgung)

Anschubfinanzierung
für Planungsbüro (Gesamtkonzept)  

Nutzen
Wertschöpfung:

BNE (Geologie, Limnologie, Biologie),

Sensibilisierung für Zusammenspiel Oberflächen- und Grundwasser,
Artenvielfalt,
Rettung Fische/Krebse,
Wandern im Wadi,
sanfter Tourismus,

Alleinstellungsmerkmal ähnlich wie Donauversickerung

2.  Wildbach, Auen & Gewässerrandstreifen 

Renaturierung und Revitalisierung umfassen die Wiederherstellung von Gewässerrandstreifen, die Aufforstung schattenspendender Bäume, die Schaffung von Schwammlandschaften, Tiefwasserkolken, Strukturlenkern, Rigolen, Fischgaragen, Bibermanagement und die Pflege von Auen. Auch Wiedervernässungen von Wiesen (ohne Drainagen) und die Wiederansiedlung der Bachforelle sind geplant.

Zusätzlich sind Neuanpflanzungen von Bäumen und Büschen, Blühstreifen, Pufferzonen und Verbundkorridore in Agrarflächen und Auenwäldern vorgesehen. Eine Aufwertung der FFH-Lebensräume wird angestrebt, um bedrohte Flora und Fauna zu schützen. Gewässerentwicklungspläne müssen an die Klimakrise angepasst werden. Zu den Maßnahmen gehören die Erhöhung der Luftfeuchtigkeit, die Kühlung der Umgebung und strukturelle Verbesserungen wie Tiefwasserkolke, Sandlückenraum, Fischgaragen und Quellsicherungen.

Besonderes Augenmerk wird auf den Ankauf von Grundstücken und natürliche Hoch- und Niedrigwasserschutzmaßnahmen gelegt. In Zusammenarbeit mit Landwirten werden Lösungen zur Erhaltung und Förderung der natürlichen Umwelt entwickelt. Naturschutzverbände unterstützen das Projekt, und ein Biodiversitätsberater hilft, die Artenvielfalt zu erhalten oder zu verbessern. Dies geschieht durch Bewertungen, Strategieentwicklung, Schulungen und Überwachungsprogramme.

Die Förderung der Biodiversität erstreckt sich auf Agrarflächen und Wälder, einschließlich ökologischem Landbau, Blühstreifen und Hecken, die Lebensräume für Insekten und Vögel schaffen. Naturnahe Waldbewirtschaftung, die Erhaltung alter Baumbestände, Totholz und die Wiederherstellung von Auenwäldern bieten Unterschlupf und Nahrung in verschiedenen Habitaten.

Steina-Auen:
Vereinzelt mäandert die Steina noch durch intakte Auen. Die meisten Gewässerrandstreifen sind jedoch zerstört.                  Foto: Uwe Hilpert

Hier waren Biber aktiv:
Der geschützte Gewässerrandstreifen beträgt beidseitig 10 m (außerorts) bzw. 5 m (innerorts) ab Böschungsoberkante.    Foto: Verein

 

Funktion eines Gewässerrandstreifens:
Ein Gewässerrandstreifen dient mehreren wichtigen ökologischen und wasserwirtschaftlichen Zwecken.

  1. Erosionsschutz:
    Gewässerrandstreifen tragen dazu bei, die Erosion des Bodens am Ufer zu vermindern. Dies ist besonders wichtig, um die Stabilität der Ufer und die Wasserqualität zu erhalten.
  2. Filterfunktion:
    Pflanzen und Boden in Gewässerrandstreifen können Schadstoffe wie Nährstoffe (z.B. Nitrat und Phosphat) und Pestizide aus dem abfließenden Oberflächenwasser aufnehmen und abbauen, bevor diese in das Gewässer gelangen. Dadurch wird die Wasserqualität verbessert.
  3. Lebensraum:
    Gewässerrandstreifen bieten einen wichtigen Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Diese Streifen fördern die Biodiversität und dienen als Korridore für die Wanderung von Tieren.
  4. Schutz vor Hochwasser:
    Durch die Aufnahme von Wasser bei Starkregenereignissen können Gewässerrandstreifen helfen, Hochwasserspitzen zu reduzieren und das Wasser langsamer in das Gewässer abfließen zu lassen. Dies mindert das Hochwasserrisiko.
  5. Klimaregulation:
    Vegetation in den Randstreifen kann zur Regulierung des lokalen Klimas beitragen, indem sie Verdunstung und Schatten spendet.
  6. Ästhetische und Erholungsfunktion:
    Gewässerrandstreifen tragen zur landschaftlichen Schönheit bei und bieten Erholungsräume für Menschen.


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Biber als Ökoingenieur mit Bleiberecht:
Bettina Sättele (rechts), Expertin für Bibermanagement und Auenschutz, erklärt den Biber als “Landschaftsgärtner”.                 Foto: Markus Jäger

Hochwasser:
entfesselte Naturgewalten sind
in Zeiten des Klimawandels und
der Extremwettereignisse immer häufiger – ökologisch intakte Gewässerrandstreifen nötig. 

Voraussetzung für Schwammlandschaft:
Hier ist die Neugestaltung eines Gewässerrandstreifens angebracht,
ggf. proaktiv mit ökologischen Uferbefestigungen und insbesondere Wiederbeschattung.                                          Fotos: Uwe Hilpert/Verein

Ohne Wasser läuft nichts:
Zusammen mit dem deutschen Strömungsinstitut Herrischried sind eine Wissensplattform, Infotafeln, interaktive Wasserspiele und eine Wasserklangschale geplant.                                Fotos: Strömungsinstitut

Fischbestand:
Wird vom Landesfischereiverband (LFVBW) und der staatlichen Fischereiforschungsstelle (FFS) regelmäßig kontrolliert. Hier ist LFVBW-Geschäftsführer Ingo Kramer (rechts) beim E-Fischen am Wehr Detzeln aktiv.                                                                          Foto: Dieter Schäuble

Wassertemperatur:
Mittels Loggern und Monitoring wird der Temperaturanstieg der Steina überwacht. Für manche Fischarten ist der Klimawandel tödlich.  

Insekten:
Andreas Albicker (Mitte) von der Steinatal-Imkerei informiert über Bienen, Honig, Insekten und die gute Zusammenarbeit mit Landwirten.     Foto: D. Schäuble

Putzete:
Illegal entsorgter Müll geborgen – im Bachbett der Steina auf der Gemarkung Krenkingen zusammen mit dem Steinbruchbetreiber PWD 

Gewässerbegehung mit Ortschaftsrat:
Bei einer Gewässerbegehung mit nächtlichem Aalfischen überzeugte sich der Krenkinger Ortschaftsrat 2017 vom Fischreichtum.  Foto: Verein

Fazit:
Wesentlich Elemente für eine Schwammlandschaft sind Kontrolle der Gewässerrandstreifen, den Schutz und die nachhaltige Nutzung von Gewässern und ihrer Umgebung und ebenso Bestandkontrollen der aquatischen Flora und Fauna.

Kosten
Förderanträge:

Infotafeln, Wissensplattform, Wasseranalysegeräte,
Temperaturlogger, 
Niederschlagsmesser,
Fischgaragen, Rigolen, Strukturelemente,
Störsteine & Wurzelwerk, Tiefwasserkolke,
Entfernung Drainagen, 
Entdolungen,
Renaturierung und Revitalisierung, 
Retentionsgebiete und Regenwassermgmt.,
Erosionsschutz,
Wiederbeschattung, Neubepflanzungen, 
Ziel:  5´000 Bäume/Jahr, 
Wiedervernässung,
Bachforrellenbesatz,
Biber-Verbissschutz,
Entfernung Verklausung,
Fischpachtgebühren,
Grundstückserwerb 

Anschubfinanzierung
für Up-Date Gewässer-Entwicklungspläne wg. rasanten Klimawandel,
und für 
Planungsbüro (Gesamtkonzept) 

Nutzen
Wertschöpfung:

BNE (Auenwald, Gewässerrandstreifen, Gewässerökologie, Bibermanagement,
Biologie).

Höhere Artenvielfalt, 
bessere Wasserqualität,
gesünderes Mikroklima, mehr Wasserspeicher,
Abkühlung, Verdunstung,
Heckennutzung,
Stopp dem Landverlust,
Niedrig- und Hochwasserschutz,
sanfter Tourismus. 

 

Alleinstellungsmerkmal
(Familien-)Wander- und Naturparadies eines der letzten Wildwasserbäche im Südschwarzwald,
Pilotprojekt Biodiversität

         heimische Bachforelle

3.  Bach- und Teichpatenschaften Steinatal

Um aquatische Ökosysteme zu stärken, sollen Auen renaturiert, Feuchtgebiete revitalisiert, Gewässerrandstreifen gepflegt, Wiedervernässungen durchgeführt und schattenspendende Bäume aufgeforstet werden. Weitere Maßnahmen umfassen Strukturverbesserungen des Bachlaufs sowie effektives Biber- und Auenmanagement. Gewässerschauen und Bachpatenschaften, besonders an kleineren Gewässern wie Fockelten-, Krebs-, Lützel-, Riedwiesen- und Dunstenbach, werden organisiert.

Umweltfreundliche Uferbefestigungen und Gewässerputzaktionen sollen illegale Müllentsorgung, Mikroplastik, Öl- und Löschschaumunfälle sowie PAK im Grundwasser bekämpfen. Weitere Maßnahmen zielen darauf ab, Kahlschläge, Trockenlegung von Wiesen, Gülleausbringung nahe Bachläufen, Überdüngung und unerlaubte Pestizide zu verhindern, um proaktiv eine sichere Trinkwasserversorgung zu gewährleisten. Ziel ist eine funktionierende Schwammlandschaft.

Eine Schulklasse, die eine Bachpatenschaft übernimmt, engagiert sich aktiv für den Schutz und die Pflege eines Bachabschnitts. Typische Aufgaben umfassen:

  • Gewässeruntersuchungen:
    Wasserproben nehmen, biologische Untersuchungen.
  • Dokumentation und Beobachtung:
    Monitoring, Berichterstattung.
  • Pflegemaßnahmen:
    Reinigungsaktionen, Renaturierung, Strukturverbesserung der Bachläufe für mehr Artenvielfalt.
  • Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit:
    Informationskampagnen, Naturerlebnistage, Workshops, Exkursionen.
  • Zusammenarbeit mit Experten und Institutionen:
    Kooperation mit Umweltschutzorganisationen (auch mit der Schweiz), Einladung von Fachleuten.
    .

 

Was(s)erleben:
Schulkinder (Klassen) sammeln Tiere, die später bestimmt werden und Rückschlüsse auf die Gewässerqualität zulassen.        Foto: D. Schäuble

Alle(s) im Fluss:
ehrenamtliche Helfer bei einer Gewässerputztete in der Steina – eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Steinbruchbetreiber PWD.                        Foto: Verein 

Ergebnis Putzete:
die Steina darf nicht länger als “Müllkippe” missbraucht werden. Ein Müllvermeidungskonzept wird dringend nötig. 
                                   Foto: Verein 

Arbeitseinsatz:
Schulkinder beim Jäten von Neophyten (invasive nicht heimische Pflanzenarten), hier indisches Springkraut.                            Foto: Verein

Verklausungen:
Bachpaten melden zudem  Verklausungen und veranlassen deren Beseitigung. Verklausungen entstehen durch Hindernisse wie Baumstämme, Äste, Laub, Steine oder Müll. Diese Verstopfungen sind gefährlich, da sie Hochwasser verstärken können. Das gestaute Wasser erhöht den Wasserspiegel und führt zu Überschwemmungen. Der erhöhte Wasserdruck kann Erosion verursachen und Ufer destabilisieren.
Wenn eine Verklausung plötzlich bricht, kann eine gefährliche Flutwelle entstehen. Starkregen oder Schneeschmelze verschärfen die Hochwassersituation zusätzlich.                                           Fotos: Verein    

Fazit:
Diese Aktivitäten fördern das Umweltbewusstsein und die Verantwortungsbereitschaft der Schüler und bieten praxisnahe außerschulische Lernmöglichkeiten im Bereich Naturwissenschaften
und Umweltschutz (BNE).

Kosten
Förderanträge:

Greifzangen, Müllsäcke,
Abtransport von Müll,
Kescher und Siebe für Kleintierfang (Makrozoobenthos), Becherlupen, Mikroskope, Monitor,
heimische Bäume-, Büsche und Stecklinge für Wiederbepflanzungen

Anschubfinanzierung
für Planungsbüro (Gesamtkonzept) 

Nutzen
Wertschöpfung:

BNE (Biologie, 
im Lehrplan verankert),

Kompetenz für Natur-, Klima- Umwelt- und Artenschutz, 
gute Wasserqualität,
höhere Biodiversität, Sensibilisierung für Extremwetterereignisse:
Hoch- und Niedrigwasserschutz

4.  Artenschutzgebiet Fockeltengraben

Der Schutzstatus des FFH-Gebiets Fockeltengraben (bei Detzeln) wird zum Amphibien-Artenschutzgebiet aufgewertet. Er beherbergt z.B. bedeutende Populationen von vom Aussterben bedrohten Geburtshelferkröten. Maßnahmen entlang des Fockeltenbachs umfassen Naturerlebnistage, Wiederaufforstungen, Biotopaufwertungen sowie die Pflege von Amphibien-Laichhabitaten. Fischteiche für Karpfen und Edelkrebse werden zu Schulungszwecken unterhalten.

Die Teichanlage wird zu Feuchtbiotopen und als Amphibienlaichhabitate umgestaltet. Die Anträge liegen seit Mai 2024 bei den Behörden. Rund um die Teichanlage können die Besucher mit etwas Glück seltene Tier- und Pflanzenarten in freier Natur beobachten: Insekten (Prachtlibelle, Schmetterlinge, Glühwürmchen), Amphibien (Feuersalamander, Molche, Kröten, Frösche), Reptilien (Ringelnatter, Eidechse), Fische (Spiegel- und Schuppenkarpfen, Edelkrebs), Vögel (Eisvogel, Specht, Graureiher, Waldkauz) und Säugetiere (Haselmaus, Marder, Siebenschläfer, Biber) sowie z.B. Sumpfdotterblume, Trollblume und gelbe Iris. Vögel nutzen die Teiche zum Trinken und Baden. Wasser verbessert das Mikroklima und fördert die Biodiversität.

Die Teichanlage dient als Naturschutzprojekt und außerschulische Bildungsstätte (BNE). Die ehemalige Forellenzucht erfüllt alle artenschutzrechtlichen Anforderungen und unterliegt einem Biodiversitätsmonitoring. Gewässertemperaturen, Niederschlagsmengen, Pegelstände und Makrozoobenthos (Kleinsttiere) werden analysiert, um Erkenntnisse über die Wasserqualität zu gewinnen. Artenschutzexperte Klemens Fritz kartiert regelmäßig bedrohte Tierarten, und Teichwartin Rosi Cuas wirft ein Auge auf die Anlage. Im Artenschutzgebiet Fockeltengraben wird der Zustand der Natur sowie der Tier- und Pflanzenwelt überwacht. Naturschutzwart Jörg Kasseckert lässt invasive Pflanzenarten entfernen, pflegt Biotope, informiert die Öffentlichkeit über Naturschutzthemen und arbeitet mit Schulen und Bildungseinrichtungen zusammen. Er kooperiert mit Naturschutzbehörden und Umweltverbänden, sensibilisiert für gesetzliche Vorgaben im Naturschutz und meldet Verstöße.

Biberexpertin Bettina Sättele betreut ein Biberhabitat am Fockeltenbach bei der L 159. Sie überwacht die Biberpopulationen, löst Konflikte, berät Landwirte und Gemeinden und setzt Naturschutzmaßnahmen um. Sie arbeitet mit Umweltbehörden und Naturschutzorganisationen zusammen, um das Gleichgewicht zwischen Biber- und Menschenschutz zu wahren.
.

“Villa Hechtsruh”:
zentraler Treffpunkt der Naturfreunde ist die “Villa Hechtsruh” im Fockeltengraben an der Teichanlage.                                      Foto: Verein

Fischmobil begeistert:
seit 2018 kommt das Fischmobil vom Landesfischereiverband (LFVBW) regelmäßig ins Steinatal und begeistert die Kinder.                Foto: Verein

Amphibien-Exkursion:
im Fockeltengraben mit Klemens Fritz (rechts), Artenschutzbeauftragter Regierungspräsidium Freiburg.                                                 Foto: Verein

Geburtshelferkröte:
In den Abend- und Nachtstunden rufen die Männchen der Geburtshelferkröten (gut getarnt in der Bildmitte).  Foto: C. Füldner

feuersalamander

Feuersalamander:
der seltene Salamander ist ein nachtaktives amphibisches Tier, das sowohl an Land als auch im Wasser lebt.             Foto: Verein

Nachtbildkamera:
eine Wildkamera am Teich zeigt das Spektakel nachaktiver Tiere: Fuchs (rechts), Dachs, Biber, Rehe, Marder, Ratten, Haselmaus, Glühwürmchen.

Siebenschläfer: 
ein nachtaktives Nagetier, das zur Familie der Bilche gehört. Sein Winterschlaf dauert sieben Monate.                    Foto: Verein

Insektenhotel:
eine Insektennisthilfe mit verschiedene Kammern, zieht nützliche Insekten an und fördert Biodiversität.             Foto: Verein

“Bibi” der Biber – Ökoingenieur mit Bleiberecht:
mit etwas Glück kann man Biber auch tagsüber im Fockeltengraben (“Villa Hechtruh” und L159) live beobachten.                           Foto: Verein

Edelkrebse – vom Aussterben bedroht:
Jörg Kasseckert (rechts) erklärt Vorschulkindern, wie die Populationen von Edel- und Steinkrebsen zu schützen sind.                        Foto: Verein

Buntes Blumenmeer – ein Paradies für Insekten:
am idyllischen Fockelten-Teich und den nahen blühenden Heuwiesen tummeln sich Schmetterlinge und Libellen.            Foto: Dieter Schäuble

Spinnen-Safari:
als Spinnenforscher beobachten die Kinder mit dem Revierförster Jürgen Bacher (rechts) Spinnen und Netze im Wald.              Foto: Verein

Waldpädagogik und Wildtiere:
naturbegeisterte Stadt- und Kreisräte informieren sich am Infostand der Jäger über Wildtiere und Waldpädagogik.               Foto: Dieter Schäuble

Arbeitseinsatz Entschlammung:
ein ehemaliges Forellenzuchtbecken wird zum Amphibien-Laichhabitat und Feuchtbiotop umfunktioniert. Der NABU hilft.                Foto: Verein

Frühaufsteher:
Bei der Vogelstimmen-Exkursion am 1. Mai 2024 mit Hauke Schneider (NABU, links) wurden 33 Vogelarten beobachtet.            Foto: C. Füldner

Fazit:
Das FFH-Gebiet Fockeltengraben bei Detzeln wird zum speziellen Artenschutzgebiet aufgewertet, beherbergt bedeutende Populationen bedrohter Arten wie der Geburtshelferkröte, und umfasst Maßnahmen wie Naturerlebnistage, Wiederaufforstungen, Biotopaufwertungen und Pflege von Amphibienlaichhabitaten, wobei die ehemalige Forellenzucht als Naturschutzprojekt und außerschulische Bildungsstätte dient (BNE).

Weitere Details: 
https://klimenz.de/2023/naturerlebnistag-fuer-kinder/und
https://klimenz.de/2023/amphibien-exkursion/
h
ttps://klimenz.de/2024/vogelstimmen-exkursion-detzeln/

Kosten
Förderanträge:

Teich-Entschlammung, Instandhaltung Damm,
ökologische Zäune für Verkehrssicherung,
Nistkästen Singvögel, Insektenhotels,
Vogel-Futterhäuschen,
Becherlupen, Mikroskope, Monitor,

Temperaturlogger,

heimische Bäume-, Büsche und Stecklinge für Wiederbepflanzungen,
Wiederbeschattung durch Neuanpflanzung,  Arbeitsgeräte,
Werkzeugkasten,
Erste-Hilfe-Kasten, Biberfrassschutz,
Öko-Toilette,

Anschubfinanzierung
für Planungsbüro (Gesamtkonzept) 

Nutzen
Wertschöpfung:

BNE (Biologie, Gewässerökologie),

Umfassende Kompetenz für Artenschutz von Flora und Fauna: 
Säugetiere, Fische, Vögel, Amphibien, Reptilien, Insekten, Makrozoobenthos

gute Wasserqualität,
urige Biotopverbunde,
intakte Nahrungsketten,
sanfter Tourismus 

Alleinstellungsmerkmal 
FFH-Gebiet mit besonderem  Artenschutzstatus
(regelmäßige Up-Dates von Kartierungen zu geschützten Tierarten und Biodiversität)

5.  Artenschutzturm Detzeln

Künstliche Nisthilfen für Schwalben, Mauersegler und Fledermäuse werden an einem Turm mit Lärchenholzverkleidung angebracht. Der Turm wird auf einen ca. 6 Meter hohen Mast gesetzt und erfüllt alle artenschutzrechtlichen Anforderungen. Durch eine Web-Cam können Kinder u.a. die Fütterung von Schwalbenkindern live verfolgen.

Unser Verein agiert als Träger außerschulischer Jugendbildung (BNE) und kooperiert mit der Ortsverwaltung Detzeln sowie Naturschutzverbänden.

Geplant ist zudem ein Umweltkasperle-Theater für Kinder.

Alter Trafoturm
eine Umnutzung als Artenschutzturm wurde vom Ortschaftsrat Detzeln am 27.03.2024 abgelehnt.                                              Archivfoto: Verein

Es gibt jedoch einen Trost im letzten Satz des Protokolls der nichtöffentlichen Sitzung wie folgt:

“Die Errichtung eines Artenschutzturms entsprechend dem durch den Verein Erlebbare Umweltbildung e.V. vorgelegten Projekt an anderer Stelle auf der Gemarkung Detzeln wird vom Ortschaftsrat Detzeln vollumfänglich gutgeheißen und unterstützt. Auch die finanzielle Unterstützung eines solchen Projektes durch die Ortschaftsverwaltung Detzeln sowie die Hilfe bei der Suche nach einem geeigneten Standort werden in Aussicht gestellt”..

Fazit:
KLIMENZ arbeitet weiterhin in Kooperation mit der Ortsverwaltung Detzeln und Naturschutzverbänden daran, einen Artenschutzturm an einem anderen Standort als den alten Trafoturm zu realisieren.

Kosten
Förderanträge:

Artenschutzturm,
Nisthilfen, 
Web-Cam und Monitor,
Grunderwerb

Anschubfinanzierung
für Architekt
und für Planungsbüro (Gesamtkonzept) 

Nutzen
Wertschöpfung:

BNE
(Biologie)

besserer Artenschutz,
höhere Biodiversität

Alleinstellungsmerkmal
Pilot-Bauwerk für Artenschutz im Siedlungsraum
(erstmalig im Kreis Waldshut)

6.  Krebsbach-Konzept-Krenkingen (3K)

Renaturierung und Revitalisierung zielen darauf ab, natürliche Prozesse und Lebensräume wiederherzustellen, die durch menschliche Aktivitäten beeinträchtigt oder zerstört wurden.

Was zählt, ist der Wille der Natur wieder etwas zurückgeben:
Eine Renaturierung vom Krebsbach in Krenkingen würde die Wiederherstellung natürlicher Fließwege umfassen, indem Bäche und Rinnsale in ihren ursprünglichen Zustand zurückgeführt werden. Die Ufervegetation wird durch die Anpflanzung einheimischer Pflanzenarten verbessert, um Erosion zu verhindern und Lebensräume für Tiere zu schaffen. Die Biodiversität wird durch die Schaffung von Strukturen wie Totholz im Wasser und die Wiederansiedlung gefährdeter Arten gefördert. Die Wasserqualität wird durch die Reduktion von Schadstoffeinträgen und die Schaffung von Pufferzonen verbessert.

“Lebendiger Dorfbach”:
Die Revitalisierung umfasst die ökologische Aufwertung von Feuchtbiotopen und Grünstreifen, einschließlich Wiedervernässung und Wiederbeschattung kleinster Rinnsale mit Büschen und Bäumen. Drainagen und Verdolungen werden zurückgebaut, wofür es hohe EU-Zuschüsse gibt. Nachhaltige Wasserbewirtschaftung wird durch den Bau von Regenwasserrückhaltebecken und Versickerungsanlagen gefördert. Umweltbildung und Bürgerbeteiligung werden durch Workshops und die Einbeziehung der Dorfbewohner in Projekte gestärkt.

Entdolung:
Der Rückbau von Verdolungen bedeutet die Wiederherstellung offener Flussläufe. Dies verbessert die Wasserzirkulation und ermöglicht die natürliche Dynamik des Wassers, einschließlich Überflutungen und Trockenperioden. Die Wasserqualität wird durch die natürliche Selbstreinigung des Wassers verbessert, und die Wassererwärmung wird reduziert. Neue Lebensräume für Wasserorganismen, Pflanzen und Tiere werden geschaffen, und die Ufervegetation stabilisiert die Ufer und reduziert Erosion.

Rückbau von Drainagen:
Der Rückbau von Drainagen bedeutet die Entfernung oder Umgestaltung künstlicher Entwässerungssysteme, um die natürliche Wasserretention und -verteilung wiederherzustellen. Dies erhöht die Wasserspeicherung in der Landschaft und fördert die Grundwasserneubildung. Feuchtgebiete können sich wieder ausbilden, was wichtige Lebensräume für viele Arten schafft und die Wasserqualität verbessert. Die Bodenfeuchtigkeit bleibt länger erhalten, was die Bodenfruchtbarkeit und die landwirtschaftliche Produktivität verbessert und das Risiko von Bodenerosion verringert. Zudem wird die Landschaft widerstandsfähiger gegenüber Dürreperioden, und Feuchtgebiete tragen zur Klimaregulation bei, indem sie CO2 binden.

Ziele der Maßnahmen:
Die Maßnahmen zielen darauf ab, die ökologische Integrität zu verbessern, indem funktionierende Ökosysteme wiederhergestellt werden. Sie fördern die Biodiversität durch die Schaffung von Lebensräumen für verschiedene Arten. Die Lebensqualität wird durch die Schaffung attraktiver, naturnaher Erholungsräume verbessert. Zudem tragen die Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel bei, indem sie Wasserrückhaltung und Kühlung fördern.

Krenkingen                                                                           Foto: Dieter Schäuble

Feuchtbiotop vernichtet:
hier wurde der Gewässerrandstreifen im Quellgebiet des Krebsbachs und ein wertvolles Feuchtbiotop zerstört. Mit großem Aufwand muss dieses Ökosystem nun “repariert” und renaturiert werden.   
                                                                            Archivfotos (31.03.2021) 

Kahlschlag am Bach:
durch Kahlschlag ist ein Gewässerrandstreifen zerstört. Neu zu schaffen sind Beschattung für Artenvielfalt, für aquatische Flora/Fauna, Wasser- und CO²-Speicher (Schwammfunktion), für ein gutes Mikroklima etc.                                                                  Archivfoto (Dunstenbach 15.01.2024) 

Nahrungsketten zerstört:
Einige Festmeter Gehölz fehlen der Natur für Insekten, Nahrungsketten, Beschattung, Kleiniere wie Larven im Bachbett und Sauerstoff.                                                                             Archivfoto (Dunstenbach 15.01.2024) 

KLIMENZ will Landwirte, Bürger und Grundstückseigentümer von Krenkingen für Renaturierung und Revitalisierung des Krebsbachs gewinnen:

Was zählt, ist der Wille der Natur wieder etwas zurückzugeben:
KLIMENZ vermittelt und organisiert Informationsveranstaltungen und Workshops, um die Vorteile der Maßnahmen zu erläutern, wie die Verbesserung der Wasserqualität, den Schutz vor Erosion und die Förderung der Biodiversität. KLIMENZ lädt Experten und Vertreter anderer Gemeinden ein, die bereits erfolgreiche Projekte durchgeführt haben, um ihre Erfahrungen zu teilen. In der Schweiz realisiert Aqua Viva mit den Projekt “Lebendiger Dorfbach” – die Zukunft kleiner Dorfbäche.

Direkte Einbeziehung und Beteiligung:
KLIMENZ initiiert die Beteiligung der Dorfbewohner, aktiv an der Planungs- und Umsetzungsprozesse mitzuwirken, um ein Gefühl der Mitverantwortung und erhöhte Akzeptanz zu schaffen. Es sind Freiwilligentage geplant, bei denen die Dorfbewohner an Pflanzaktionen oder Säuberungsarbeiten (“Putzete”) teilnehmen können.

Finanzielle Anreize und Unterstützung:
KLIMENZ Informiert über verfügbare Fördermittel und EU-Zuschüsse, die die Kosten der Maßnahmen decken können. Landwirten können ggf. Entschädigungen oder alternative Einkommensmöglichkeiten für betroffene Flächen erhalten.

Langfristige Vorteile für Krenkingen:
KLIMENZ betont die Verbesserung der Lebensqualität durch die Schaffung attraktiver, naturnaher Erholungsräume und die Förderung von sanften Ökotourismus.

Umweltbildung (BNE) als Win-Win-Lösungsansatz:
KLIMENZ vermittelt Schulkindern nachhaltige Umweltbildung (Schulen, KiTa und Hort) und bietet spezielle Programme und Exkursionen an, um die jüngere Generation für die Bedeutung von Renaturierung und Revitalisierung zu sensibilisieren. Über Ziele und Vorteile der Maßnahmen wird informiert als WIN-WIN-LÖSUNG für alle Beteiligten.

Demonstrationsprojekte – die Schweiz als Vorbild:
AQUA VIVA in der Schweiz gilt als Vorreiter. Mit kleinen Pilotprojekten wurden Ziele und Vorteile der Maßnahmen mit all den positiven Effekten sichtbar gemacht, um Skeptiker zu überzeugen.

Persönliche Ansprache und Vertrauen:
Es werden persönliche Gespräche mit den wichtigen Persönlichkeiten im Dorf, dem (neuen) Ortsvorsteher mit Ortschaftsrat geführt, um Unterstützung zu gewinnen.
Wir sind transparent über Planungs- und Entscheidungsprozesse und nehmen  Bürgerbedenken ernst.

EINLADUNGEN

Sommer 2024:       Wander-Rundgang am Krebsbach Krenkingen
Herbst 2024:    Bus-Exkursion Schweiz mit Info-Abend Krenkingen

Im Herbst organisiert KLIMENZ für den neu gewählten Ortschaftsrat, für interessierte Bürger, für Landwirte und Grundstückseigentümer von Krenkingen eine kostenlose Bus-Exkursion nach Brugg in der Schweiz. Dort schauen wir uns ein Paradebeispiel/Pilotprojekt an, welchen Nutzen für ALLE ein renaturierter Dorfbach haben kann.

Anschließend ist im Gemeindehaus Krenkingen eine Informationsveranstaltung für alle Interessierten geplant.
Auch Behördenvertreter und Vertreter der Stadtverwaltung Waldshut-Tiengen werden eingeladen. 
Der genaue Termin wird auf der KLIMENZ-Homepage und im amtlichen Mitteilungsblatt der Stadt bekanntgegeben.

Fazit:
Eine Renaturierung des Krebsbach-Gebietes in Krenkingen umfasst die Wiederherstellung natürlicher Fließwege, die Verbesserung der Ufervegetation, die Förderung der Biodiversität und die Verbesserung der Wasserqualität, während die Revitalisierung die ökologische Aufwertung von Feuchtbiotopen, die nachhaltige Wasserbewirtschaftung und die Stärkung von Umweltbildung einschließt.

Details (in Arbeit):
https://klimenz.de/events/lebendiger-krebsbach-krenkingen/

Kosten
Förderanträge:

Gesamtkosten zu 80% von der EU gefördert (Rest individuell), 
Landschaftsgärtner

Anschubfinanzierung
für Planungsbüro (Gesamtkonzept) 

wieder ursprüngliche Natur …

Nutzen
Wertschöpfung:

mehr CO² gebunden,
bessere Gewässerqualität,
höhere Biodiversität,
gesünderes Mikroklima,
Klimafolgenschutz,
höhere Erträge in der Landwirtschaft (in Hitzeperoden und Dürresommern),
sanfter Tourismus (Wanderer)

 

Alleinstellungsmerkmal 
“fit für den Klimawandel”
(
Pilotprojekt Renaturierung eines Dorfbachs
im Landkreis Waldshut)

      Trollblume:
     der Natur wieder etwas                 zurückgeben …

7.  Krebsbachwasserfall & Steinbruchsee

Mit einer Fallhöhe von 31 m ist der Krebsbach-Wasserfall höher als der Rheinfall (26 m). Das neue Bachbett des Krebsbachs im Steinbruchareal wurde 2018 in Felsen gesprengt und ist bis heute kaum renaturiert.
Ziel ist es, ein Alleinstellungsmerkmal zum Thema Wasser und Schwammlandschaft mit einem Erlebnispfad “Ökologie und Ökonomie” zu realisieren.

Nach Beendigung des Abbaus von Porphyr im Westbruch ist „zeitnah“ (!) ohnehin eine umfassende Renaturierung gesetzlich vorgeschrieben. Wir initiieren in Zusammenarbeit dem Steinbruchbetreiber und den Behörden, den tiefen Sprengkrater als Steinbruchsee nur teilweise mit Erdaushub aufzufüllen. Eine teilweise Verfüllung sollte horizontal erfolgen, d.h. ohne Hangneigung. Dadurch sind bei Starkregen fatale Erosionen ausgeschlossen. Das Wasser bleibt im Boden (Schwammlandschaft) und verhindert Ausspülungen mit gefährlichem Sedimenteintrag in die Steina. Der Steinbruchsee (3 m tief) wird vom Krebsbach gespeist, erzeugt Verdunstungskälte, verbessert das Mikroklima und fördert die Artenvielfalt. In der steilen Abbruchkante der Felsenwand könnte u.a. der früher heimische Uhu wiederangesiedelt werden.
Ein Lehrpfad “Ökologie und Ökonomie” in Zusammenarbeit mit dem Steinbruchbetreiber und Naturschutzverbänden könnte entlang des zu renaturierenden Krebsbachs zum Wasserfall führen. Breite Bevölkerungsschichten und Touristen hätten somit Zugang zum Wasserfall und zum Steinbruchsee. Diese Kombination ist deutschlandweit einzigartig.

Dieses Vorzeigeprojekt stellt ein überzeugendes Win-Win-Modell dar, das ökologische, ökonomische und touristische Belange berücksichtigt. Der Mix macht´s: das Wasser in der Landschaft halten, das Mikroklima nachhaltig verbessern, Feinstaub reduzieren und eine neue aquatische Flora und Fauna ansiedeln. Dies alles trägt zudem zur (Wieder-)Vernetzung von Biotopverbünden und Nahrungsketten bei.

Eine Zusammenarbeit „Ökologie und Ökonomie“ mit dem Porphyrwerk Detzeln GmbH (Eberhard-Gruppe) hat 2021 mit gemeinsamen Aktionen und Planungen begonnen. Die Firma Eberhard bringt 30 Jahre Erfahrung im Baustoffrecycling mit, setzt auf Nachhaltigkeit und propagiert Kreislaufwirtschaft mit Schonen der Ressourcen. Staub und Lärm sollen reduziert werden.

 

Porphyrwerk Detzeln (PWD):
Steina-Fischpächter und Ingo Kramer, Geschäftsführer vom Landesfischereiverband BW (links Mitte) besichtigen neues Bett vom Krebsbach und den Westbruch (PWD Detzeln).           Foto: D. Schäuble

Spektakulärer Wasserfall:
Der Krebsbach-Wasserfall (
Fallhöhe 31 m ist höher als der Rheinfall 26 m) und könnte den angedachten Steinbruchsee speisen.                  Foto: Archiv

Ohne Wasser läuft nichts:
Die Initiatoren vom Erlebnispfad
“Ökologie und Ökonomie”  (Steinbruchsee, Krebsbach= wasserfall, Krebsbachmündung) v.l.n.r. Jörg Kasseckert, Martin Lohrmann, Helmut von Koerber und MdL Niklas Nüssle.                               Foto: Torsten Stockmann

Ohne Renaturierung kein Leben.
Das 2018 in Felsen gesprengte  Bachbett braucht eine effektivere vorzeigbare Renaturierung mit heimischen, schattenwerfenden Bäumen und Büschen für die gesamte Krebsbachmündung. Erst drei Bäume sind gepflanzt.                             Archivfoto: Verein 

Fazit:
Der vom Krebsbachwasserfall gespeiste Steinbruchsee soll zu einer deutschlandweit einzigartigen Sehenswürdigkeit und einem touristischen Anziehungspunkt werden, der ökologische und ökonomische Vorteile vereint, indem er durch Verdunstungskälte das Mikroklima verbessert, Artenvielfalt fördert und mit einem Erlebnispfad den Zugang für die Öffentlichkeit ermöglicht.

Wasserfälle sind grandiose Naturphänomene, wertvolle Lebensräume, Energielieferanten, sie schaffen ihre eigenen Ökosysteme. Aber vor allem sind Wasserfälle wunderschön ….

Kosten
Eberhard-Konzern:

Erlebnispfad, Infotafeln,
Info-Plattform am Kolk,
Schau-Absetzbecken,
Revitalisierung Gewässerrandstreifen Krebsbachmündung,
geplante Bauausführung: Porphyrwerk Detzeln, 
Win-Win-Lehrpfad
“Ökologie und Ökonomie” mit NGOs und PWD  

PWD:
Gesamtfinanzierung
Planungsbüro (integriert in Gesamtkonzept)

Marienkäfer:
Artenvielfalt statt Steinwüste.
                   Foto: Dieter Schäuble

Prachtlibelle:
der Natur wieder etwas zurückgeben. 
                   Foto: Dieter Schäuble

Nutzen
Wertschöpfung:

BNE
(Biologie, Geologie,
Ökologie und Ökonomie)

See 3 – 5 m tief (gespeist vom Krebsbachwasserfall),
aquatische Flora und Fauna, besserer Artenschutz, höhere Biodiversität, mehr 
Gewässerqualität, 
gesünderes Mikroklima,
Verdunstungskälte, 

Wasserrückhalt,  Wasserausgleich
(Hoch-/Niedrigwasser),
Feuerlöschteich für PWD,
ebene Aufschüttung =>
kein Sedimenteintrag durch Erosion nach Starkregen (= keine Kolmatierung in  Bachsohle der Steina),

neuer Biotopverbund, 
dankbares Fotomotiv, sanfter Tourismus, 
Image-Gewinn für PWD
und NGOs.

Alleinstellungsmerkmal 
“Steinbruchsee
u n d  Wasserfall”

wäre deutschlandweit eine einmalige Sehenswürdigkeit,
ein innovativer Magnet
und Leuchtturmprojekt (auch über die Region hinaus),
Steinbruch-Biodiversität

8.  Auswirkungen auf das ganze Steinatal

Die Eingriffe in das idyllische Schwarzwaldtal der Steina durch PWD erfordern Wiedergutmachung und gerechten Ausgleich. Um den
ursprünglichen Zustand wiederherzustellen, werden abgeholzte Gewässerrandstreifen besonders an den Schotterlagern des Steinbruchbetreibers wiederaufgeforstet. Dies sorgt für Beschattung und Abkühlung des Wassers. Es werden Maßnahmen und Kontrollen durchgeführt, um sicherzustellen, dass die gesetzlichen Abstände der Schotterlager von der Steina eingehalten werden.

Im OSTBRUCH setzt der Steinbruchbetreiber eine moderne Reifenwaschanlage ein, die die stark verschmutzten Reifen von Muldenkippern, Bulldozern, Radladern und LKWs reinigt. Dadurch bleibt die Landstraße L159 sauber und die Verschleppung von Schmutz auf öffentliche Straßen wird verhindert.

Im WESTBRUCH und NORDBRUCH fehlen solche Anlagen. Bei Regen wird die L159 besonders für Zweiradfahrer gefährlich. Der Steinbruchbetreiber ist für die Sauberkeit und Sicherheit der Straße verantwortlich, insbesondere bei kreuzendem Werksverkehr. Es müssen Maßnahmen ergriffen werden, um Verschmutzungen zu minimieren und die Straße zu reinigen. Zudem fließt bei Niederschlag eine braune Brühe voller Sedimente und umweltschädlicher Rückstände ungeklärt in die Steina, was eine Verkrustung der Bachsohle (Kolmatierung) verursacht. Die zuständigen Behörden sollten rasch eine Lösung mit dem Steinbruchbetreiber finden.

Nach der Beendigung des Abbaus in einem Steinbruch müssen Betreiber verschiedene Maßnahmen zur Wiederherstellung und Renaturierung der Fläche ergreifen, um die Umwelt und Natur zu rehabilitieren. Es gilt das Verschlechterungsverbot für WESTBRUCH, OSTBRUCH und NORDBRUCH. Diese Maßnahmen umfassen:

  • Rückbau und Entsorgung:
     Abbauanlagen, Maschinen und Gebäude werden zurückgebaut. Abfälle und eventuell kontaminierte Materialien werden fachgerecht entsorgt.
  • Bodenprofilierung und -stabilisierung:
    Oberboden und Substrate werden zurückgeführt, um eine stabile Grundlage für die Vegetation zu schaffen. Das Gelände wird geformt, um natürliche Konturen wiederherzustellen und Erosion (Sedimentauswaschung bei Starkregen) zu verhindern. In Zeiten des fortschreitenden Klimawandels sind (uralten) Managementpläne auf die aktuellen Bedürfnisse anzupassen.
  • Renaturierung und Bepflanzung:
    Heimische Pflanzenarten werden angesiedelt, um die biologische Vielfalt zu fördern. Wiesen, Wälder oder andere geeignete Biotope, die der natürlichen Umgebung entsprechen, werden angelegt.
  • Gewässermanagement:
    Wasserläufe und Feuchtgebiete werden wiederhergestellt, falls diese durch den Abbau beeinträchtigt wurden. Schadstoffe dürfen nicht in die Wasserwege gelangen.
  • Habitat-Schaffung und -Förderung:
    Lebensräume für Tiere, die während des Abbaus vertrieben wurden, werden geschaffen. Nistkästen, Totholzhaufen oder andere Strukturen zur Unterstützung der Fauna und Flora werden installiert.
  • Überwachung und Pflege:
    Die renaturierten Flächen werden langfristig überwacht, um den Erfolg der Maßnahmen zu gewährleisten. Invasive Arten werden entfernt und Vegetation wird nachgepflanzt, falls nötig.
  • Einbindung der Öffentlichkeit und Information:
    Nach Abschluss der Sprengarbeiten wird die örtliche Bevölkerung über die Maßnahmen und die zukünftige Nutzung des Geländes informiert. Die Fläche im Westbruch entlang des Krebsbachs könnte in ein Bildungsprojekt für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) integriert werden, beispielsweise durch einen interaktiven Erlebnispfad zum Thema „Ökologie und Ökonomie“. Der Steinbruchsee mit Krebsbachwasserfall wäre besonders geeignet für das Thema Wasser und Schwammlandschaft. Naturschutzorganisationen wie BUND, NABU, LFVBW, LNV und der Steinbruchbetreiber könnten umweltfreundliche Produkte präsentieren, um ihr Image zu pflegen..

 

Sprengung:
Sprengungen und Mahlwerk verursachen Staub, der bei Regen gelöst wird und als schädliches Sediment die Steina belastet.         Foto: Verein 

Sprengkrater:
WESTBRUCH könnte (bis auf ca. 3 m) nach Abschuss der Sprengungen aufgefüllt werden.

Krebsbachwasserfall:
(rechts oben) könnte den Sprengkrater mit Wasser für Steinbruchsee versorgen.

Staub aus dem Steinbruch:
und der Knall der Sprengungen belasten Krenkingen, Raßbach und Detzeln. Menschen und Tiere erschrecken. 




Fotos: Verein

Staub in der Natur:
je nach Windrichtung und -stärke wird der Feinstaub auf Siedlungen, Walder, Weide- und Heuwiesen sowie Gewässerrandstreifen verteilt und führt zu erheblichen Umweltschäden in der Natur,
u.a. Baumsterben und vorzeitiger Blattabwurf.

Staub:
Feinstaub von Bohrlöchern, Sprengungen und Mahlwerk wird im NORDBRUCH gelagert und gelangt bei Regen als gelöste Sedimente-Brühe in die Steina. 

Kolmatierung:
dies führt zu einer Verkrustung der Bachsohle (Kolmatierung)
mit der Folge, dass Fischbrut und Makrozoobenthos (Kleintiere) verenden – ein totes Ökosystem.

Trübes Wasser
nach Regen am 20.04.2024, Steina unterhalb vom Steinbruch.

Klares Wasser
nach Regen am 20.04.2024, Steina oberhalb vom Steinbruch.

Schotterlagerplätze:
am Gewässerrandstreifen ist ein Schutzstreifen von 10 m ab Böschungsoberkannte gesetzlich vorgeschrieben.       Fotos: Verein

Erosion:
Bei Niederschlag werden die Lagerplätze ausgespült und die gefährlichen Sedimente in die Steina eingebracht.

Sedimente:
Strassenverschmutzung (rotbraune Brühe) durch Werksverkehr WESTBRUCH, OSTBRUCH, NORDBRUCH und Lagerplätze wird ungeklärt (!)
in die Steina gespült. 

Reinigungsfahrzeug:
Strassenverschmutzung durch Steinbruchverkehr wird bei schlechtem Wetter von der L159 abgesaugt.

                                 Fotos: Verein

Fazit:
Die Eingriffe des Steinbruchbetreibers im Schwarzwaldtal der Steina erfordern Wiedergutmachung durch Wiederaufforstung, den Einsatz moderner Reinigungsanlagen und umfassende Renaturierungsmaßnahmen. Diese Maßnahmen sind notwendig, um die Umwelt zu rehabilitieren, die gesetzlichen Vorschriften einzuhalten und die betroffenen Ökosysteme langfristig zu stabilisieren. 

Kosten
Eberhard-Konzern:

analog
Krebsbachwasserfall
& Steinbruchsee. 

Nutzen
Wertschöpfung:

analog
Krebsbachwasserfall
& Steinbruchsee. 

9.  Renaturierung NORDBRUCH

Im stillgelegten NORDBRUCH, einem vor 2000 außer Betrieb genommenen Steinbruch, soll ein Amphibien-Biotop entstehen. Dieses Biotop wird Lebensraum für Frösche, Molche, Geburtshelferkröten und Feuersalamander bieten. Die Renaturierungspläne sind an die Herausforderungen des Klimawandels anzupassen.

Geplante Maßnahmen

  • Schotterlager, Geräte, Müll entfernen
  • Fertigstellung neues Bachbett vom Riedwiesenbach
  • Renaturierung neuer Riedwiesenbach inkl. Gewässerrandstreifen
  • Entdolung Riedwiesenbach
  • ebenerdige Aufschüttungen (Erosionsprävention bei Starkregen)
  • Wiedervernetzung von Biotopen und Nahrungsketten
  • Schaffung von Amphibien-Laichhabitaten

Ziel
ist die zeitnahe Wiederherstellung des artenreichen Sekundärbiotops, insbesondere die Renaturierung des Riedwiesenbachs nach der Entdolung mit Tümpeln und Teichen sowie Erosionsschutz.

Aktuelle Herausforderungen und Zustand
Der Zustand von NORDBRUCH und Riedwiesenbach ist erbärmlich. Seit Jahren ist der ehemals artenreiche Biotopverbund zerstört und es gibt keine Fortschritte bei der Renaturierung. Die ökologische Vielfalt und die Nahrungsketten im FFH-Gebiet „Steinachhalde“ sind vernichtet.

Historie und Maßnahmen

  • vor 2000: Einstellung des Steinbruchbetriebes
  • 2000: Artenreiches Sekundärbiotop NORDBRUCH/Riedwiesenbach, nachgewiesene und kartierte Vorkommen der Geburtshelferkröte.
  • 2018: Beschluss Rekultivierung Steinachhalde (Gemeinderat Ühlingen-Birkendorf)
  • 2021: Das Sekundärbiotop wird zugeschüttet (ohne Verständigung der Behörden/des Naturschutzwarts zwecks Amphibienrettung). Das neue Bachbett des Riedwiesenbachs wird teilweise in Felsen gesprengt. Der alte Riedwiesenbach bleibt verdolt. Eine Renaturierung mit Wiederansiedlung der Amphibien ist dringend nötig.
  • 2022: Umweltschädliche Feinsubstrate fließen nach jedem Regen als “rotbraune Suppe” in Riedwiesenbach und Steina.
  • 2022:  Kahlschlag Gewässerrandstreifen Riedwiesenbach.
    .

Die Renaturierungsmaßnahmen sollen das Gebiet wieder in einen ökologisch wertvollen Zustand versetzen, sodass Amphibien zurückkehren können. Es gilt das Verschlechterungsverbot. Dabei ist eine “zeitnahe” Umsetzung gesetzlich vorgeschrieben.

NORDBRUCH und Riedwiesenbach liegen in einem FFH-Gebiet. Diese europäischen Schutzgebiete sollen den Artenschwund stoppen und die Vernetzung von Lebensräumen erhalten.

Amphibien und ihre Lebensweise
Amphibien wie Salamander, Molche, Unken, Kröten und Frösche leben sowohl im Wasser als auch an Land. Sie nutzen Wasser für die Eiablage und die Entwicklung ihrer Larven (Kaulquappen). Viele Amphibienarten sind durch Klimawandel, Krankheiten, Straßenverkehr und Verlust ihrer Lebensräume bedroht.

Verzögerung der Renaturierung
Bereits 2018 wurde einem Rekultivierungsplanung zugestimmt, doch bis heute ist kaum etwas geschehen. Fotos belegen die Zerstörung des einst intakten Sekundärbiotops.
Umweltschädliche Feinsubstrate fließen nach jedem Regen als “rotbraune Suppe” in Riedwiesenbach und Steina, was zu fatalen Umweltschäden führt (u.a. anhaltend schlechte Wasserqualität, heimische Bachforelle fast ausgestorben).

2000:  wertvolles Sekundärbiotop:
stillgelegter NORDBRUCH war bis 2000 ein artenreiches Feuchtbiotop u.a. mit Geburtshelferkröten und Feuersalamandern.           Foto: Verein

2023:  tote Steinwüste – Biotop zugeschüttet:
der NORDBRUCH ist eine lebensfeindliche Wüste, ein zerstörter Biotopverbund mit gestörten Nahrungsketten.                      Foto: Verein

2023:  Bauschutt
Sprengstaub, Schotter, Splitt und Bauschutt (19.12.20) werden endgelagert. Tiere vom alten Biotop können nicht überleben.

2023: Alteisen und Schotter
Wo einst eine artenreiches Habitat mit Zulauf vom Riedwiesenbach war, liegen jetzt lebensfeindliche Materialien.

2023: Kahlschlag
alle schattenspendenden Bäume am Riedwiesenbach bachabwärts (links) und bachaufwärts (rechts) vor und nach der Dole wurden vernichtet.               Fotos: Verein

2023: über der Dole
über dem einstigen Feuchtbiotop lagern direkt über der Dole riesige Berge sedimentreicher Materialien, welche bei Regen ausgewaschen werden/wurden.

2023:  rotbraune Brühe
fließt bei Regen ungefiltert (!)
via Riedwiesenbach in die Steina
(Frösche tot – alles tot) und (Fische krank – alles krank).                                          Fotos: Verein

Fazit:
Der Zustand des Gebiets muss dringend verbessert werden, um eine Wiederansiedlung der Amphibien und die Wiederherstellung der ökologischen Vielfalt zu ermöglichen. 
Wir müssen der Natur wieder etwas zurückgeben!
Wir brauchen eine intakte Biodiversität statt lebensfeindlicher Wüste!

Detail:
https://klimenz.de/veranstaltungen/steinatal-safari/ 
Station 12 Steinatal-Safari.

Kosten
Eberhard-Konzern:

Entfernung ungeeigneter Materialien,
Fertigstellung neues Bachbett vom Riedwiesenbach,
Renaturierung neuer Riedwiesenbach inkl. Gewässerrandstreifen,
Entdolung Riedwiesenbach,
ebenerdige Aufschüttungen (Erosionsprävention bei Starkregen),
Wiedervernetzung von Biotopen und Nahrungsketten,
Schaffung spezieller Amphibien-Laichhabitate

Gesamtfinanzierung
Planungsbüro (integriert in Gesamtkonzept) 

Nutzen
Wertschöpfung:

Wiederansiedlung
aquatischer Flora und Fauna, neuer
Gewässerrandstreifen,
optimaler Artenschutz, wiederhergestellte Nahrungsketten,
höhere Biodiversität
durch Biotopverbund, 
mehr Gewässerqualität, 
gesünderes Mikroklima,
Verdunstungskälte, 
Wasserrückhalt, 
Wasserstandsausgleich
(Hoch-/Niedrigwasser),

durch ebenerdige Aufschüttung keine Erosion nach Starkregen
(= kein Sedimenteintrag
und keine Kolmatierung), I
mage-Gewinn für PWD.

Alleinstellungsmerkmal 
Artenschutzgebiet u.a.
für Geburtshelferkröten
(kein sanfter Tourismus)

10. Heckennutzung und Zukunftswald

Für den Zukunftswald im Steinatal mit seinen Nebenflüssen sind mehrere Faktoren von großer Bedeutung, die alle miteinander verknüpft sind und einen umfassenden Ansatz zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung erfordern.

 Waldgebiet im Fockeltengraben.                              Foto: Dieter Schäuble

Die wichtigsten Aspekte für den Zukunftswald in der Schwammlandschaft:

Nachhaltiger Waldumbau:

Der Umbau von Wäldern hin zu stabilen, klimaanpassungsfähigen Mischwäldern ist zentral. Dazu gehören die Förderung standortgerechter Baumarten und die Erhöhung der Baumartenvielfalt, um die Widerstandsfähigkeit gegen Stürme, Dürre und Schädlinge zu erhöhen.

Lebendiger Boden:

Ein gesunder Waldboden ist die Basis für einen stabilen und produktiven Wald. Dies umfasst den Schutz und die Förderung der Bodenfruchtbarkeit, die Erhaltung der Humusschicht und die Förderung einer vielfältigen Bodenfauna.

Wald als Wasserspeicher:

Wälder spielen eine wichtige Rolle im Wasserkreislauf. Sie speichern und reinigen Wasser und tragen so zur Grundwasserneubildung bei. Die Förderung der Bodenstruktur und der Pflanzendecke unterstützt die Wasseraufnahme und -speicherung.

Wald als Holzlieferant:

Nachhaltige Forstwirtschaft stellt sicher, dass der Wald langfristig Holz liefert, ohne seine ökologischen Funktionen zu beeinträchtigen. Dabei sind Prinzipien wie die nachhaltige Nutzung, schonende Ernteverfahren und die Förderung schnell nachwachsender Baumarten wichtig.

Förderung der Artenvielfalt:

Wälder sind Lebensräume für eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren. Der Erhalt und die Förderung der Biodiversität, einschließlich der Schaffung von Biotopverbundsystemen und der Pflege alter und toter Bäume, sind entscheidend für die ökologische Stabilität des Waldes.

Erholungsfunktion des Waldes:

Wälder sind wichtige Erholungsräume für die Bevölkerung. Die Gestaltung und Pflege von Wegen, Erholungszonen und die Bereitstellung von Informationen und Bildungseinrichtungen fördern die Nutzung des Waldes für Erholung und Umweltbildung, ohne die natürlichen Prozesse zu stören.

Heckennutzung für Klimaschutz und Artenvielfalt:

Hecken spielen eine wichtige Rolle im Klimaschutz und der Förderung der Artenvielfalt. Sie dienen als Windschutz, reduzieren Bodenerosion und bieten Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Durch die Anlage und Pflege von Hecken können wertvolle ökologische Korridore geschaffen werden, die die Vernetzung von Lebensräumen fördern und zur Klimaanpassung beitragen.

Waldbrandschutz für zu erwartende Hitze- und Dürreperioden:

Angesichts zunehmender Hitze- und Dürreperioden ist der Waldbrandschutz von großer Bedeutung. Dazu gehört das Anlegen von Feuerlöschteichen und anderen Wasserspeichern, um im Brandfall ausreichend Löschwasser zur Verfügung zu haben. Notfallstrategien müssen entwickelt und regelmäßig aktualisiert werden, um im Ernstfall schnell und effektiv reagieren zu können. Schulungen für Feuerwehrleute und andere Einsatzkräfte sind unerlässlich, um die Fähigkeiten im Umgang mit Waldbränden zu verbessern und die Koordination zu optimieren.

Fazit:
Alle diese Faktoren sind eng miteinander verknüpft und müssen in einem integrativen Ansatz berücksichtigt werden, um einen zukunftsfähigen Wald in Baden-Württemberg zu sichern. Nachhaltiger Waldumbau, lebendige Böden, effektiver Waldbrandschutz und die Einbindung von Hecken fördern die Wasser- und Holzfunktion des Waldes, die Artenvielfalt und die Erholungsfunktion.
Wir brauchen die Schwammlandschaft mit einem enkelgerechten Zukunftswald.

Details:
Projekt von Hellmut von Koerber “Wald-Wasser-Boden im Klimawandel” (WWBiK).
Link:  www.flexinfo.ch/WWBiK/WWBiK_Klimenz_JHV_2024.pdf

Kosten
Förderanträge:

Gesamtkosten
in Arbeit

Anschubfinanzierung
für Planungsbüro (Gesamtkonzept) 

Nutzen
Wertschöpfung:

in Arbeit



Alleinstellungsmerkmal 
in Arbeit 

11. Wasserbüffel als Klimaschützer

Wasserbüffel tragen durch die Renaturierung von Feuchtwiesen und Auenböden zur Artenvielfalt und zum Klimaschutz bei, indem sie schwer zugängliche, feuchte Gebiete beweiden und neue Lebensräume schaffen. Diese naturnahe Weidewirtschaft schützt vor Extremwetterereignissen und fördert gesunde Böden, die im Kampf gegen die Klimakrise wichtig sind.

Foto in Arbeit

Wie wilde Wasserweiden uns allen helfen

Wasserbüffel als Naturschützer

Eine kleine Herde Wasserbüffel soll in der Waldnaab in der Oberpfalz einen wichtigen Beitrag leisten. Dort entsteht die größte wilde Wasserweide Deutschlands. Dieses Pilotprojekt zeigt, wie nachhaltige Landwirtschaft und Naturschutz Hand in Hand gehen können. Tiere wie Rinder, Wasserbüffel und Pferde tragen durch ausreichend Freiräume zur Wiederherstellung von Feuchtwiesen auf Moor- und Auenböden bei und fördern so Artenvielfalt und Klimaschutz. Ein Video unter diesem Beitrag zeigt, wie Wasserbüffel ihre neue Heimat beziehen.

Jüngste Ereignisse wie Hochwasser in Süddeutschland und Hitzewellen in der Türkei und Griechenland verdeutlichen die Bedeutung der Renaturierung von Landschaften. Wasserweiden, Auen und intakte Flüsse schützen aktiv vor Extremwetterereignissen, indem sie Wasser bei Starkregen speichern und in trockenen Monaten langsam wieder abgeben. Gesunde Böden sind wichtige Verbündete im Kampf gegen die Klimakrise. Daher setzen wir uns für wilde Wasserweiden, die Renaturierung von Landschaften und die Entsiegelung von Flächen ein.

Wasserbüffel als Landschaftspfleger

Wasserbüffel gehören zu den sehr alten Nutztierrassen und werden auch in Europa, einschließlich Deutschland, heimisch. Der Naturschutz hat die Wasserbüffel entdeckt, da immer mehr Flächen aus der Beweidung herausfallen, weil sich die Bewirtschaftung nicht mehr lohnt. Die naturnahe Haltung der Büffel bedeutet, dass die Tiere in der Regel das ganze Jahr draußen stehen, auch im Winter. Sie sind durch eine dicke Fettschicht vor Kälte geschützt und weiden gern auf nassen, feuchten Flächen, auf denen Maschinen schwer vorankommen. So fressen sie sich als “Landschaftspfleger” durch schwieriges Gelände. Ihre härteren Klauen ermöglichen ihnen das Weiden auf moorigen Böden, und sie verwerten Gräser, die Rinder stehenlassen würden.

Wasserbüffel schaffen neue Lebensräume und Brutplätze für verschiedene Arten von Wiesenbrütern. Vögel finden in den Ausscheidungen der Büffel Nahrung. Wasserbüffel-Fleisch gilt als Delikatesse mit einem günstigen Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren und ist daher auch für Sportler und Diabetiker geeignet. Büffelmilch enthält fast doppelt so viel Fett wie Kuhmilch und wird in Italien zur Herstellung von traditionellem Mozzarella verwendet.

Kosten
Förderanträge:

Gesamtkosten
Renaturierung

Anschubfinanzierung
für Planungsbüro (Gesamtkonzept) 








in Arbeit

Nutzen
Wertschöpfung:

Wiederherstellung von Feuchtwiesen und Auenböden,
Förderung Artenvielfalt-, Klima- und Hochwasserschutz,  Gewässerqualität,
gesünderes Mikroklima,
Verdunstungskälte, 
Wasserrückhalt,
neue Lebensräume und Brutplätze für Wiesenbrüter, Wasserbüffel-Fleisch als Delikatesse,
traditionelle Mozzarella

Alleinstellungsmerkmal 
Wasserbüffel in BW 

.

12. Fazit

Die lokalen „Big Points“ für effektiven Klima- und Artenschutz sind die Verbesserung des Mikroklimas und der Gewässerökologie im Unteren Steinatal. Das Projektziel umfasst die Erhaltung der Vielfalt der Lebensräume, die Förderung einer nachhaltigen Bewirtschaftung, die Verknüpfung von Ökosystemen, die Berücksichtigung menschlicher und ökologischer Bedürfnisse sowie die aktive Einbindung der Gemeinschaft. Außerschulische Lernorte dienen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).

Landesstudie Gewässerökologie
Unser Projekt befasst sich mit der “Landesstudie Gewässerökologie” für Baden-Württemberg. Es zielt darauf ab, die Lebensraumfunktionen unserer Gewässer gemäß der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) naturnah wiederherzustellen. Ziel ist eine nachhaltige Gewässerentwicklung und ein verantwortungsvoller Umgang mit Wasser für die Bewahrung der Artenvielfalt, die Förderung eines gesunden Mikroklimas, die Sicherstellung einer zuverlässigen Wasserversorgung und der Grundwasserneubildung, Erosionsschutz, Hoch- und Niedrigwasserschutz. Gemäß dem Wassergesetz Baden-Württemberg liegt die Verantwortung für diese Aufgaben bei den Unterhaltungslastträgern. Für die Untere Steina als Gewässer II. Ordnung ist die Stadt Waldshut-Tiengen zuständig.

Schwammlandlandschaft
Eine Schwammlandlandschaft speichert, filtert und reguliert Wasser wie ein Schwamm. Sie besteht aus Feuchtgebieten, Biotopen, Bächen und anderen Lebensräumen für viele Pflanzen- und Tierarten. Wasser soll möglichst lange in der Landschaft gehalten werden, z.B. Regenwasserrückhaltebecken, Retentionsflächen, Hangquergräben, Feuerlöschteiche etc. Schwammlandschaften garantieren eine verbesserte Wasserqualität, Hoch- und Niedrigwasserschutz, besseres Mikroklima, Kohlenstoffspeicherung und sichern die Artenvielfalt (Biodiversität).

Mikroklima und Biodiversität als kommunale Pflicht
Um das Mikroklima widerstandsfähiger zu gestalten, werden Wälder, Feuchtgebiete und Graslandschaften wiederhergestellt, Feuchtbiotope revitalisiert und Wasserläufe renaturiert. Klimaresistente Bäume regulieren die Luftfeuchtigkeit, senken Temperaturen, verbessern die Luftqualität und verhindern Bodenerosion. Grünflächen mindern Wärmeinseln, während intakte Wasserkörper die Luftfeuchtigkeit erhöhen. Durchlässige Oberflächen unterstützen die Wärmeabsorption und Verdunstung. Die Erhaltung der biologischen Vielfalt trägt zur Stabilisierung des Mikroklimas bei.

Jeder kann mitmachen und helfen
Wir organisieren Freiluftveranstaltungen und Arbeitseinsätze, um die Entwicklung eines vielfältigen Ökosystems in Form einer „Schwammlandschaft“ zu unterstützen. Dazu zählen Patenschaften für Bäche und Teiche, die Pflege von Gewässerrandstreifen, die Renaturierung und Revitalisierung von Lebensräumen, die Schaffung von Pufferzonen und Blühstreifen sowie Umweltbildungsprogramme (BNE) für Schulklassen, Familien, Kindergärten, Schülerhorte und Studenten.

Kosten – Spenden – politischer Wille
Unser Projekt erfordert erhebliche Mittel z.B. für die Neubepflanzung mit heimischen Baumarten wie Weiden, Espen und Erlen, Landschaftspflegegeräte, Gewässertemperaturlogger und Analysegeräte für Wasserqualität, Mikroskope, die Errichtung von Lehrpfaden und die Ausstattung unseres “Klassenzimmers am Bach”. Ihre Spenden sind willkommen und entscheidend für unser Vorhaben.

Um das Artensterben zu stoppen und den Klimawandel zu bekämpfen, ist ein Umdenken auf politischer Ebene sowohl lokal als auch global unerlässlich. Wir beginnen diesen Wandel im Unteren Steinatal vor den Toren der Großen Kreisstadt Waldshut-Tiengen.

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KLIMENZ sammelt Fakten

Erhebungen & Auswertungen

Nur Daten und Fakten zählen!

Wasser ist heute weltweit von Verschmutzung oder übermäßiger Nutzung bedroht. Quellen, Oberflächen- und Grundwässer bedürfen des Schutzes. Basis für Gewässerschutz in unserem Landkreis sind belastbare Daten und Messungen.

Jeder Bach und jeder Boden ermöglicht vielfältige Beobachtungen, z.B. Bodenverdichtung, Wasserspeicherkraft, Niederschlagsstatistik, Regenmessstationen, Gebietsniederschlag, Pegelstände, Boden-/Luftfeuchtigkeit, Abflussbeiwert, standardisierten Messmethoden zur Wasserspeicherfähigkeit, Infiltrationsrate, langjährige Statistiken, Zukunftsaussagen zu Extremwertstatistik, Werte HQ5, HQ2, HQ1 (Auftrittshäufigkeit), Strecke der Steinaversickerung messen, Quellschüttungen, Spatenanalyse von Boden, Erdverdichtungen mit Sonden feststellen, Managementpläne für Niedrig-/Hochwasser, Werte (HQ/NQ).

KLIMENZ entwickelt Zukunft

Gewässer­entwicklungs­pläne

Messungen-Auswertungen-Thesen 

Unser Verein bearbeitet konkrete Einzelprojekte, die sich mit folgenden Themen beschäftigen, z.B.: Wie kann eine Veränderung in der Natur dargestellt werden? Zeitlicher Verlauf der Änderungen? Welche standardisierten Messmethoden zur Wasserspeicherfähigkeit gibt es? Welche Vorschriften / Vorgaben / Vorgehensweisen gibt es zu den Messmethoden?

Anfrage beim Landesanstalt für Umweltschutz in Karlsruhe und Regierungspräsidium Freiburg zwecks Messdaten zu Abflussmengen, Messung der Steinaversickerung (Länge des trockenen Flussbetts), Google-Earth kann für Veränderungen in der Landschaft / Natur genutzt werden, Weiterentwicklung Managementpläne für Niedrig- / Hochwasser, sinnvoller Fischbesatz, Modifizierung Gewässerentwicklungspläne für Steina, Schlücht, Wutach, Wiese und Alb in Zeiten des Klimawandels.

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