


Wie wirken Klimawandel, Landnutzung und Biodiversität in unseren Kulturlandschaften zusammen? Welche Nutzungskonflikte entstehen – und welche Chancen ergeben sich für eine zukunftsfähige Entwicklung?
Mit der Steinatalsafari laden wir Sie zu einer geführten Bus-Exkursion in das Untere Steinatal ein. An drei ausgewählten Stationen machen wir landschaftliche Prozesse sichtbar, ordnen sie fachlich ein und diskutieren gemeinsam Lösungsansätze für eine klimaresiliente, biodiversitätsorientierte Landschaftsentwicklung.
Die Exkursion richtet sich an Akteur:innen aus Verwaltung, Planung, Landwirtschaft, Naturschutz und Politik – sowie an alle, die Landschaft nicht nur erleben, sondern aktiv mitgestalten möchten.
Der Untere Canyon zeigt eindrucksvoll, wie geologische Prozesse, Erosion, Wasserführung und Steinaversickerung die Landschaft prägen. Gleichzeitig werden menschliche Eingriffe sichtbar, z. B. durch illegale Ablagerungen.
Vor Ort diskutieren wir das Spannungsfeld zwischen Schutz, Nutzung und Verantwortung und die zentrale Rolle von Governance und Umweltbildung.

Station 1 – Unterer Steina-Canyon:
Der trocken gefallene Flusslauf steht exemplarisch für die zunehmenden Folgen des Klimawandels. Illegale Müllablagerungen belasten zusätzlich ein sensibles Ökosystem, das in den schattenspendenden Auenwäldern bislang noch eine hohe Artenvielfalt aufweist. Archivfoto: Dieter Schäuble
Rohstoffgewinnung ist Teil unserer Gesellschaft – entscheidend ist, wie sie erfolgt.
Bei einer Führung mit dem Betreiber erhalten wir Einblicke in:
Ein praxisnahes Beispiel, wie Nutzung und ökologische Entwicklung zusammengedacht werden können.

Station 2 – Porphyrwerk Detzeln:
Sprengungen, Bohrungen, Mahlwerk und intensiver Betriebsverkehr verursachen anhaltende Lärm- und Staubemissionen. Der Eingriff hinterlässt tiefgreifende Veränderungen in der Landschaft; ehemals vernetzte Biotope, Lebensräume und Nahrungsketten werden dauerhaft unterbrochen oder zerstört. Archivfoto: Verein

Station 2 – Westbruch Gemarkung Krenkingen
Das Bild zeigt den Westbruch sowie das 2018 in den Fels gesprengte neue Bachbett des Krebsbachs. Für den Erhalt der Artenvielfalt und die Verbesserung des Mikroklimas sind zeitnahe, nachhaltige Renaturierungsmaßnahmen dringend erforderlich. Mit der Pflanzung von drei schattenspendenden Schwarzerlen wurde ein erster Schritt umgesetzt; weitere Revitalisierungen sind vorgesehen. Archivfoto: Verein

Station 2 – Krebsbach-Wasserfall im Westbruch:
Der Krebsbach-Wasserfall im Westbruch des Porphyrwerks Detzeln ist mit 23 Metern höher als der Rheinfall bei Schaffhausen. Entlang der L159 bis zum Wasserfall bietet sich die Entwicklung eines Lehrpfads „Ökologie und Ökonomie“ an. Im Bild von links nach rechts: Jörg Kasseckert (KLIMENZ-Vorsitzender), Martin Lohrmann (Klima-Experte), Hellmut von Koerber (Experte für Wald-Wasser-Boden) und Niklas Nüssle (MdL, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN). Archivfoto: Verein
Kurze Wanderung in den FFH-geschützten Fockeltengraben bei Detzeln – ein Hotspot der Artenvielfalt im Steinatal. Thematisiert werden:
Hier wird deutlich, wie sensibel ökologische Systeme reagieren und wie wichtig integrierte Landschaftskonzepte sind.

Station 3 – Fischteiche im Fockeltengraben
Die ehemaligen Forellen- und heutigen Karpfenteiche gelten als idyllische Naturlandschaft mit einer außergewöhnlichen, teils vom Aussterben bedrohten Flora und Fauna. Dazu zählen unter anderem Geburtshelferkröten, Feuersalamander und Edelkrebse. Archivfoto: Dieter Schäuble

Station 3 – Zusammenhang Klima/Böden mit Schwammlandschaft/Wasserrückhalt
KLIMENZ-Mitglied Hellmut von Koerber veranschaulicht in Outdoor-Experimenten, wie durch verbesserte Bodenstruktur und gezielten Wasserrückhalt die Resilienz der Landschaft und das lokale Mikroklima gestärkt werden können. Archivfoto: Dieter Schäuble

Station 3 – Fischmobil: “Naturschutz hört nicht an der Wasseroberfläche auf”
KLIMENZ-Mitglieder Jörg Klausmann/Raymond Föstel präsentieren Gewässerschutz sowie die Welt der Fische und Krebse. Foto: Landesfischereiverband BW

geplant: Forst und Jagd
„Biodiversitätsorientierte Schwammlandschaft Unteres Steinatal“
Die Steinatalsafari ist Bestandteil des KLIMENZ-Projekts, das das Steinatal als Modellregion für folgende Ziele entwickelt:
Wissenschaftlich fundiert, praxisnah und gemeinsam mit regionalen Akteur:innen.
„Biodiversitätsorientierte Schwammlandschaft Unteres Steinatal“
Die Steinatalsafari ist Bestandteil des KLIMENZ-Projekts, das das Steinatal als Modellregion für folgende Ziele entwickelt:
Wissenschaftlich fundiert, praxisnah und gemeinsam mit regionalen Akteur:innen.
Governance beschreibt, wie Entscheidungen getroffen, umgesetzt und kontrolliert werden – über Verwaltungsgrenzen, Zuständigkeiten und Akteursgruppen hinweg.
.
Funktionen:
Im Steinatal: Landschaft wird strategisch, abgestimmt und zukunftsorientiert entwickelt.
Umweltbildung macht komplexe Zusammenhänge erlebbar:
Im Steinatal: Lernen findet direkt am Ort des Geschehens statt.
Governance | Umweltbildung |
setzt Regeln | erklärt Zusammenhänge |
steuert Prozesse | stärkt Verständnis |
schafft Strukturen | schafft Akzeptanz |
sichert Umsetzung | ermöglicht Beteiligung |
Ohne Umweltbildung bleiben Entscheidungen abstrakt. Ohne Governance bleiben Erkenntnisse folgenlos. Beides zusammen ermöglicht nachhaltige Landschaftsentwicklung.
Die Exkursion verbindet beides:
Ziel:
nicht nur Information, sondern aktive Mitgestaltung einer klimaresilienten, biodiversitätsorientierten Landschaft.

Wer macht mit?
Bürger von Waldshut-Tiengen und Umgebung, Familien mit Schulkindern,
Natur-, Umwelt- und Klimaschützer, Behördenvertreter, Politiker.
Termin
Montag, 29. Juni 2026, ab Waldshut Stadthalle: 14:00 – 18:30 Uhr.
Montag, 29. Juni 2026, ab Tiengen Bahnhof: 14:15 – 18:15 Uhr.
Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt, außer bei Gewitter.
Treffpunkt
14:00 Uhr Stadthalle Waldshut, Fahrt mit BÄCHLE-Bus
14:15 Uhr Bahnhof Tiengen, Fahrt mit BÄCHLE-Bus
Kosten
gratis, Spenden willkommen
Betreuung
KLIMENZ-Team und Experten
Kapazität
55 Teilnehmer, frühzeitige Anmeldung erforderlich.
Nötige Ausrüstung
zweckmäßige Kleidung und bequeme Wanderschuhe, bei schlechtem Wetter wasserfeste Kleidung bzw. Regenschirm.
Hinweise
Teilnahme auf eigene Gefahr. Die Teilnehmer bzw. Erziehungsberechtigten sind einverstanden, dass während der Veranstaltung Fotos gemacht werden, die wir ausschließlich für Öffentlichkeitsarbeit verwenden..