Natur verstehen. Verantwortung übernehmen. Wissen in Handeln verwandeln.

Kinder haben den süßen Waldkauz mit dem weichen Gefieder auf den Namen “Bauzi” getauft. Foto: Verein
Unser kleiner „Star“ zum Tag des Artenschutzes
Ein junger verwaister Waldkauz als Beispiel dafür, wie gelebter Artenschutz und Umweltbildung Hand in Hand funktioniert
Manchmal entstehen die wichtigsten Momente der Umweltbildung ganz unerwartet.
Nicht im Unterricht. Nicht im Workshop. Sondern mitten in der Natur.
Vor wenigen Tagen wurde ein junger Waldkauz außerhalb seines Nestes gefunden – geschwächt, orientierungslos und ohne erkennbare Versorgung durch seine Elterntiere. Schnell wurde deutlich: Ohne Hilfe hätte das Tier vermutlich nicht überlebt.
Der kleine Waldkauz wurde behutsam gesichert und fachkundig versorgt. Gleichzeitig entstand daraus ein besonderes Beispiel dafür, wie verantwortungsvolles Handeln, Artenschutz und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ganz praktisch zusammenwirken.
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Hinschauen statt wegsehen
Verantwortung beginnt oft im Kleinen
Nicht jedes Jungtier benötigt automatisch menschliche Hilfe. Viele junge Vögel verlassen als Ästlinge ihr Nest bereits, bevor sie vollständig fliegen können, und werden weiterhin von ihren Elterntieren betreut.
Anders ist es jedoch, wenn Tiere verletzt, geschwächt oder offensichtlich verwaist sind. Genau dann braucht es Menschen, die aufmerksam bleiben, richtig einschätzen und verantwortungsvoll handeln.
Der Fund des jungen Waldkauzes zeigt, wie wichtig Wissen über unsere heimische Tierwelt ist – und wie wertvoll ein respektvoller Umgang mit Wildtieren sein kann.
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Umweltbildung zum Anfassen
Natur verstehen schafft echte Verbindung
Für KLIMENZ und die Ökothek sind solche Begegnungen gelebte Umweltbildung. Denn wer Natur unmittelbar erlebt, entwickelt oft ein viel tieferes Verständnis für Artenvielfalt, Lebensräume und den Schutz unserer heimischen Tiere.
Gerade Kinder und Jugendliche reagieren besonders empathisch auf solche Erlebnisse. Sie lernen nicht nur Fakten über Tiere und Ökosysteme, sondern erleben unmittelbar, warum Artenschutz wichtig ist.
So wird aus einer kleinen Eule plötzlich ein Botschafter für Naturbewusstsein und nachhaltiges Handeln.
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Was tun bei verletzten oder verwaisten Wildtieren?
Ruhe bewahren und fachkundige Hilfe holen
Grundsätzlich gilt:
- Wildtiere zunächst beobachten
- Nur eingreifen, wenn tatsächlich Gefahr besteht
- Tiere möglichst stressfrei sichern
- Fachkundige Stellen kontaktieren (Wildtierhilfe, Tierarzt, Auffangstation oder Naturschutzbehörde)
- Geschützte Wildtiere niemals eigenständig dauerhaft halten oder aufziehen
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Viele heimische Tierarten stehen unter besonderem Schutz. Deshalb sollte Hilfe immer verantwortungsvoll und im Sinne des Tierwohls erfolgen.
Falkner Richard Senft:
“Bei Wildtierfunden Polizei, Feuerwehr, Rotes Kreutz kontaktieren. Diese Leitstellen setzen sich dann mit erfahrenen, sachkundige Personen in Verbindung.”

Der Waldkauz ist eine in Europa häufige Eulenart.
Hier im Bild ist “Bauzi” beim KLIMENZ-Vereinsheim in Tiengen, Berghausstrasse 49 (unterhalb Schützenheim) Foto: Verein
Waldkauz “Bauzi” als “Star”
Familienfest am Sonntag, 14. Juni 2026
Zum Tag der Artenvielfalt wird der junge Waldkauz als Beispiel beim Familienfest genutzt, um über Artenschutz und den richtigen Umgang mit Wildtieren zu informieren.
Dabei geht es nicht um Unterhaltung, sondern um Begegnung, Verständnis und Begeisterung für die Natur. Kinder, Jugendliche und Familien erhalten die Möglichkeit, mehr über heimische Eulenarten, Artenschutz und den richtigen Umgang mit Wildtieren zu erfahren.
Denn jede Begegnung mit der Natur kann der Anfang von Verantwortung sein.
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Vorkenntnisse sind nicht erforderlich – wichtig sind Interesse, Offenheit und Freude am Mitwirken. Gemeinsam gestalten wir nachhaltige Entwicklung und setzen uns aktiv für Natur- und Klimaschutz ein.
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