Bus-Exkursion “Steinatal-Safari” 2026

Datum

Montag, 29. Juni 2026

Uhrzeit

14:00 - 18:30
ab Stadthalle Waldshut und Bahnhof Tiengen
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Natur erleben. Zusammenhänge verstehen.
Zukunft gestalten.

Bus-Exkursion
„Steinatal-Safari“ 2026

Erleben Sie die Landschaft des Unteres Steinatal aus einer neuen Perspektive: Wie wirken Klimawandel, Landnutzung und Biodiversität zusammen? Welche Nutzungskonflikte entstehen – und welche Lösungsansätze führen zu einer klimaresilienten und biodiversitätsorientierten Entwicklung?

Diese geführte Bus-Exkursion richtet sich an Akteur:innen aus Verwaltung, Planung, Landwirtschaft, Naturschutz, Politik und an alle, die Landschaft aktiv mitgestalten möchten.

Station 1
Unterer Steina-Canyon:  Dynamik & Verantwortung

Im Unterer Canyon werden geologische Prozesse, Erosion und Wasserführung sichtbar, u.a. die Steinaversickerung und das Wadi (trockengefallenes Bachbett) als Naturschauspiel. Gleichzeitig zeigen sich menschliche Eingriffe, z. B. illegale Müllablagerungen in einem sensiblen Ökosystem. Schattenspendende Auenwälder weisen bislang noch eine hohe Artenvielfalt auf.
Vor Ort diskutieren wir die Balance zwischen Schutz, Nutzung und Verantwortung und die Bedeutung von Umweltbildung (BNE) für nachhaltige Landschaftsentwicklung.                                                                                                                 Archivfoto: Dieter Schäuble

Station 2
Steinbruch: Nutzung trifft Renaturierung

Im Porphyrwerk Detzeln (PWD) erleben Sie bei einer Führung:

  • moderne Abbauprozesse,
  • Renaturierungs- und Biodiversitätsmaßnahmen auf Betriebsflächen,  
  • die Bedeutung des Krebsbach-Wasserfalls für Wasserhaushalt und Tourismus.

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Diese Station macht deutlich, wie wirtschaftliche Nutzung und ökologische Entwicklung zusammen gedacht werden können.

Station 2 – Porphyrwerk Detzeln:
Sprengungen, Bohrungen, Mahlwerk und intensiver Betriebsverkehr verursachen anhaltende Lärm- und Staubemissionen. Der Eingriff hinterlässt tiefgreifende Veränderungen in der Landschaft; ehemals vernetzte Biotope, Lebensräume und Nahrungsketten werden dauerhaft unterbrochen oder zerstört.                                             Archivfoto: Verein

Station 2 – Westbruch Gemarkung Krenkingen
Das Bild zeigt den Westbruch sowie das 2018 in den Fels gesprengte neue Bachbett des Krebsbachs. Für den Erhalt der Artenvielfalt und die Verbesserung des Mikroklimas sind zeitnahe, nachhaltige Renaturierungsmaßnahmen dringend erforderlich. Mit der Pflanzung von drei schattenspendenden Schwarzerlen wurde ein erster Schritt umgesetzt; weitere Revitalisierungen sind vorgesehen.                                                                                                                                                                                       Archivfoto: Verein

Station 2 – Krebsbach-Wasserfall im Westbruch:
Der Krebsbach-Wasserfall im Westbruch des Porphyrwerks Detzeln ist mit 23 Metern höher als der Rheinfall bei Schaffhausen. Entlang der L159 bis zum Wasserfall bietet sich die Entwicklung eines Lehrpfads „Ökologie und Ökonomie“ an.
vlnr: Jörg Kasseckert (KLIMENZ-Vorsitzender), Martin Lohrmann (Klima-Experte), Hellmut von Koerber (Experte für Wald-Wasser-Boden) und Niklas Nüssle (MdL, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN).                                                                                        Archivfoto: Verein

Station 3
FFH-Gebiet Fockelten: Biodiversität erleben

Bei einer kurzen Wanderung im FFH-geschützten Fockeltengraben stehen im Mittelpunkt:

  • Lebensräume für geschützte Arten wie Edelkrebse und Geburtshelferkröten,
  • Wasser als Lebensgrundlage, Waldpädagogik, Biotopverbunde,
  • praxisnahe Einblicke in Boden- und Wasserrückhalt zur Stärkung der Landschaftsresilienz,
  • Verkostung von  Produkten aus Kräutern, “Klassenzimmer am Bach” (BNE). 

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Diese Station zeigt eindrücklich, wie sensibel ökologische Systeme reagieren und wie wichtig integrierte Landschaftskonzepte sind.

Station 3 – Fischteiche im Fockeltengraben
Die ehemaligen Forellen- und heutigen Karpfenteiche gelten als idyllische Naturlandschaft mit einer außergewöhnlichen, teils vom Aussterben bedrohten Flora und Fauna. Dazu zählen unter anderem Geburtshelferkröten, Feuersalamander und Edelkrebse.                                                                                                             Archivfoto: Dieter Schäuble

Station 3 – Zusammenhang Klima/Böden mit Schwammlandschaft/Wasserrückhalt
Outdoor-Experimente zeigen, wie durch verbesserte Bodenstruktur und gezielten Wasserrückhalt die Resilienz der Landschaft und das lokale Mikroklima gestärkt werden können.                                                                                                                                                                    Archivfoto: Dieter Schäuble

Station 3 – Fischmobil: “Naturschutz hört nicht an der Wasseroberfläche auf” 
Der Landesfischereiverband präsentiert Gewässerschutz sowie die Welt der Fische und Krebse.                                                                                                                                                              Foto: LFVBW

Ziel der Exkursion

Die Steinatal-Safari ist Bestandteil des KLIMENZ-Projekts „Biodiversitätsorientierte Schwammlandschaft Unteres Steinatal“. Ziel des Projekts ist es, gemeinsam mit regionalen Akteur:innen:

  • klimaresiliente Landschaften zu entwickeln,
  • natürlichen Wasserrückhalt zu stärken,
  • die Biodiversität zu fördern und
  • eine zukunftsfähige ländliche Entwicklung voranzubringen.

Umweltbildung – verstehen und mitgestalten

Umweltbildung (BNE) macht komplexe Zusammenhänge erlebbar und nachvollziehbar. Sie schafft die Grundlage für Akzeptanz, Beteiligung und verantwortliches Handeln.

Klimenz macht erlebbaren Klimaschutz in Waldshut-Tiengen

KLIMENZ informiert

Wer macht mit?
Bürger von Waldshut-Tiengen und Umgebung, Familien mit Schulkindern,
Natur-, Umwelt- und Klimaschützer, Behördenvertreter, Politiker.

Termin
Montag, 29. Juni 2026, 14:00 Uhr, Abfahrt Waldshut Stadthalle,
Montag, 29. Juni 2026, 14:15 Uhr, Abfahrt Tiengen Bahnhof,
Rückkehr ca. 18:30 Uhr,
Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt, außer bei Gewitter.

Kosten
gratis, Spenden willkommen

Betreuung
KLIMENZ-Team und Experten 

Kapazität
55 Teilnehmer (Bächle Bus), frühzeitige Anmeldung erforderlich.

Nötige Ausrüstung
zweckmäßige wetterbedingte Kleidung und bequeme Wanderschuhe. 

Hinweise
Teilnahme auf eigene Gefahr. Die Teilnehmer bzw. Erziehungsberechtigten sind einverstanden, dass während der Veranstaltung Fotos gemacht werden, die wir ausschließlich für Öffentlichkeitsarbeit verwenden..

Verein(t) für Natur-, Umwelt- und Klimaschutz 

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Fockelten
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Verfügbare Plätze: 53

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