Umweltbildung im Riedwiesenpark

Erleben. Entdecken. Verstehen.

Mit großer Begeisterung fangen und bestimmen Kinder Kleintiere in einem typischen Riedwiesenbach.                                     Foto: Mike Kühn

Gewässerführung im Landschaftspark Riedwiesen

Kinder entdecken die Wasserwelt hautnah

Mit Keschern und Becherlupen ausgerüstet machten sich 20 Kinder auf den Weg, die Gewässer im neuen Landschaftspark Riedwiesen in Lauchringen zu erkunden. In Kleingruppen untersuchten sie Tiere und Pflanzen direkt vor Ort und tauchten ein in die komplexen Zusammenhänge eines funktionierenden Ökosystems.

Naturschutzwart Jörg Kasseckert (links) erklärt den Kindern spannende Zusammenhänge aus der Tierwelt                      Foto: Mike Kühn

Verstehen durch Erleben

Organisiert wurde die Gewässerführung von Silvia Rutschmann in Zusammenarbeit mit KLIMENZ – Erlebbare Umweltbildung. Im Mittelpunkt stand der bewährte Ansatz: Lernen durch eigenes Tun. Die Kinder nahmen Gewässerproben, bestimmten Tierarten und erfuhren, welche Rückschlüsse diese auf die Wasserqualität zulassen.

Die Begeisterung war groß, als Bachflohkrebse, Köcherfliegen- und Libellenlarven, Wasserkäfer sowie Schnecken entdeckt wurden. Selbst kleine Fische und ein Grasfrosch konnten beobachtet werden – bevor alle Tiere behutsam wieder in ihren Lebensraum zurückkehrten.

Projektkoordinatorin Silvia Rutschmann (links) hilft beim Fangen von Kleintieren.                                                                       Foto: Mike Kühn

Sensibilisierung für fragile Lebensräume

Neben der Artenvielfalt stand auch das Bewusstsein für den Schutz sensibler Ökosysteme im Fokus. Die direkte Begegnung mit der Natur schafft nachhaltige Eindrücke und stärkt das Verantwortungsgefühl für Umwelt und Biodiversität.

„Die Kinder lernen hier direkt in der Natur – das bleibt nachhaltig im Gedächtnis“, sagt Silvia Rutschmann. „Gleichzeitig entwickeln sie ein Gefühl dafür, wie empfindlich solche Lebensräume sind.“

Auch für die Umweltbildung insgesamt haben solche Formate eine besondere Bedeutung. „Nur was man selbst erlebt und versteht, ist man später auch bereit zu schützen“, betont Jörg Kasseckert, 1. Vorsitzender des Vereins Erlebbare Umweltbildung e. V.

Brütender Schwan an der Wutach                                          Foto: Verein

Artenvielfalt der Lebewesen im Wasser                              Foto: LFVBW

Lernen außerhalb des Klassenzimmers

Ein weiterer Programmpunkt war die Untersuchung des klaren Quellwassers. Dabei beobachteten die Kinder Forellen und lernten typische Uferpflanzen wie die Brunnenkresse kennen.

Der Landschaftspark Riedwiesen entwickelt sich damit zunehmend zu einem außerschulischen Lernort im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Weitere Angebote für Kinder und Schulklassen sind bereits in Planung.

Das Organisationsteam der Gewässerführung (v. l. n. r.): Jörg Kasseckert, Silvia Rutschmann und Stefan Eichkorn      Foto: Mike Kühn

Ein Ort mit Zukunft

Auf rund 5,1 Hektar entsteht durch Entsiegelung und naturnahe Gestaltung ein neuer Lebensraum für Flora und Fauna. Gleichzeitig wächst ein Raum für Erholung, Bildung und Begegnung. Gefördert wird das Projekt im Rahmen des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz mit rund 1,8 Millionen Euro.

„Nicht abwarten. Mitgestalten.“ – gemeinsam geht Zukunft.

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Verein(t) für Natur-, Umwelt- und Klimaschutz