Klimakrise wird sichtbar: Rettungseinsatz für den Fockelten-Teich

entschlossen. vorausschauend. verantwortungsbewusst

KLIMENZ schützt Fische und bedrohte Edelkrebse vor Hitzestress

Klimakrise erreicht das Untere Steinatal

Was viele Wissenschaftler seit Jahren prognostizieren, ist inzwischen auch im Unteren Steinatal sichtbar: Längere Trockenperioden, immer häufigere Hitzewellen und ausbleibende Niederschläge setzen unseren Gewässern massiv zu.

Der Fockelten-Teich im FFH-Naturschutzgebiet befindet sich derzeit in einer ökologischen Ausnahmesituation. Statt einer normalen Wassertiefe von rund 80 Zentimetern wurden stellenweise nur noch etwa 30 Zentimeter gemessen. Gleichzeitig erwärmte sich das Wasser auf nahezu 30 °C.

Der Fockeltenbach, der den Teich normalerweise mit frischem, sauerstoffreichem Wasser versorgt, ist infolge der anhaltenden Trockenheit versiegt. Die Folge sind eine massive Algenentwicklung, sinkende Sauerstoffgehalte und erheblicher Stress für die Wasserlebewesen.

Besonders betroffen sind die Fischbestände sowie die im Gewässer vorkommenden, auf der Roten Liste geführten Edelkrebse. Teilweise zeigen Fische bereits deutliche Anzeichen von Sauerstoffstress und suchen an der Wasseroberfläche nach Luft.

KLIMENZ handelt – schnell und verantwortungsbewusst

Für KLIMENZ steht fest:

Naturschutz bedeutet nicht nur langfristige Konzepte zu entwickeln, sondern in akuten Krisensituationen auch sofort Verantwortung zu übernehmen.

Deshalb wurde kurzfristig eine Notfall-Rettungsaktion eingeleitet.

Das KLIMENZ-Team installierte großflächige Sonnensegel über dem verbliebenen Restgewässer. Ziel dieser Sofortmaßnahme ist es,

  • die direkte Sonneneinstrahlung deutlich zu reduzieren,
  • die weitere Erwärmung des Wassers möglichst zu begrenzen,
  • die Sauerstoffsituation zu stabilisieren und
  • den Überlebensdruck für Fische und Edelkrebse zu verringern.
    .

Jede Verringerung der Wassertemperatur kann den Sauerstoffhaushalt verbessern und den empfindlichen Wasserorganismen wertvolle Zeit verschaffen.

Teil des Projekts „Biodiversitätsorientierte Schwammlandschaft Unteres Steinatal“

Die aktuelle Notfallmaßnahme ist kein Einzelfall, sondern verdeutlicht eindrucksvoll, warum KLIMENZ.DE das Projekt „Biodiversitätsorientierte Schwammlandschaft Unteres Steinatal“ entwickelt hat.

Ziel des Projekts ist es,

  • Wasser länger in der Landschaft zu halten,
  • Feuchtgebiete dauerhaft zu stabilisieren,
  • Gewässer ökologisch aufzuwerten,
  • Lebensräume klimaresilient zu entwickeln und
  • bedrohten Tier- und Pflanzenarten langfristige Überlebensräume zu sichern.
    .

Denn jede Renaturierung, jede Wiedervernässung und jeder zurückgehaltene Liter Wasser stärkt die Widerstandskraft unserer Landschaft gegenüber den Folgen der Klimakrise.

Aus Notfällen lernen – Zukunft gestalten

Die aktuelle Situation zeigt eindrucksvoll, dass klassische Naturschutzmaßnahmen künftig allein nicht mehr ausreichen werden.

Die Klimakrise verändert unsere Gewässer schneller als viele Lebensgemeinschaften sich anpassen können.

Deshalb braucht es heute vorausschauende Konzepte, entschlossenes Handeln und eine Landschaft, die Wasser speichert, statt es möglichst schnell abzuleiten.

Genau dafür steht KLIMENZ.

Mit dem Projekt „Biodiversitätsorientierte Schwammlandschaft Unteres Steinatal“ verbindet unser Verein akute Nothilfe mit langfristigem Klimaanpassungs- und Biodiversitätsschutz.

Denn Artenvielfalt braucht Wasser. Und Wasser braucht eine Landschaft, die es festhält.

.

Möchtest du mehr über KLIMENZ erfahren, an Workshops und Veranstaltungen teilnehmen und Umweltbildung aktiv erleben? Dann bist du bei uns genau richtig.

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich – wichtig sind Interesse, Offenheit und Freude am Mitwirken. Gemeinsam gestalten wir nachhaltige Entwicklung und setzen uns aktiv für Natur- und Klimaschutz ein.

E-Mail:  info@klimenz.de
Telefon:  +49 (0)152 3898 3137
Website:  www.klimenz.de

Verein(t) für Natur-, Umwelt- und Klimaschutz