

Diskutieren Sie mit uns in einem Workshop, wie der Storchenturm wieder zum lebendigen Wahrzeichen werden kann – mit echten Störchen!

Foto: Dieter Schäuble


50 bis 60 Weißstörche wurden am 7. September 2026 auf dem Dach der Kirche Maria Himmelfahrt und über den Dächern von Schloss Tiengen beobachtet. Fotos: Jens Wiegmann
Der Storchenturm in Waldshut-Tiengen trägt seinen Namen nicht ohne Grund: Einst nisteten hier regelmäßig Weißstörche – ein vertrauter Anblick, den viele Bürgerinnen und Bürger noch gut in Erinnerung haben.
Heute stellt sich eine zentrale Frage:
Bietet die Umgebung des Storchenturms auch heute noch geeignete Lebensräume für diese geschützte Vogelart?
Die geplante Wiederansiedlung der Weißstörche ist ein ökologisch anspruchsvolles und langfristig angelegtes Projekt. Im Fokus steht die Prüfung, ob die örtlichen Bedingungen – Lebensraum, Nistplätze, Schutz und Betreuung – den heutigen Anforderungen der Tiere gerecht werden.
Weißstörche sind auf strukturreiche, offene Landschaften mit feuchten Wiesen und flachen Gewässern angewiesen. Nur dort finden sie ausreichend Nahrung: Frösche, Insekten, Regenwürmer und Kleinsäuger bilden ihre Ernährungsgrundlage.
Ein zentraler Hoffnungsträger ist die geplante Renaturierung der Wutach: Durch neue Feuchtbiotope, natürliche Mäandrierungen und eine ökologisch verbesserte Flusslandschaft entstehen wieder ideale Lebensräume – ein entscheidender Faktor für die Rückkehr der Störche.
Störche sind in der Brutzeit von März bis Juli besonders störungsempfindlich. Lärm, Bauarbeiten oder der Zugang durch Menschen können den Bruterfolg gefährden. Auch Prädatoren wie Marder stellen eine Gefahr dar.
Deshalb sind gezielte Schutzmaßnahmen notwendig:
Ein konsequenter Brutschutz vor Störungen ist unerlässlich, wenn die Wiederansiedlung gelingen soll.
Die Wiederansiedlung braucht nicht nur geeignete Lebensräume, sondern auch kontinuierliche Betreuung durch Fachleute:
Ein erfahrener „Storchenvater“, unterstützt von Ornithologen, Biologielehrkräften sowie dem städtischen Umwelt- und Citymanagement, könnte das Projekt fachlich begleiten.
Regelmäßige Beobachtungen, die Pflege der Nistplätze und – falls erforderlich – eine gezielte Zufütterung gehören ebenfalls dazu.
Ein besonderer Höhepunkt wird die Live-Übertragung per Web Cam vom Storchennest – abrufbar auf KLIMENZ.DE, direkt vor Ort oder in Schulen und Kitas.
So können Schulen, Kindergärten, Bürgerinnen und Touristinnen das Brutgeschehen hautnah miterleben.
Diese moderne Verbindung von Technik und Naturbeobachtung macht ökologische Zusammenhänge greifbar – ein wertvoller Beitrag zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).
Selbstverständlich wird die Kamera tierschutzgerecht installiert und entspricht allen Anforderungen an Datenschutz und Privatsphäre.
Die Machbarkeitsstudie zur Wiederansiedlung der Weißstörche ist mehr als ein Naturschutzprojekt –
sie ist ein kulturelles und identitätsstiftendes Anliegen für Waldshut-Tiengen.
Gemeinsam mit Ihnen möchten wir den Storchenturm wieder mit Leben füllen – und mit echten Störchen!
Diskutieren Sie mit, bringen Sie Ihre Ideen ein und werden Sie Teil eines Projekts, das ökologische Verantwortung und regionale Identität miteinander verbindet.

KLIMENZ-Mitglied Dritan Pengili, Lehrer an der Hans-Thoma-Schule Tiengen. bastelte mit seiner Klasse den Storchenturm Tiengen und gewann damit beim Schwyzertag Kunstwettbewerb in 2026 für Schulen einen Preis. Foto: KLIMENZ

Wer macht mit?
Breite Bevölkerungsschichten aller Altersklassen, Schulen, Verwaltung
Termin
Samstag, 26. September 2026, 15:00 – 17:00 Uhr.
Treffpunkt
KLIMENZ-Vereinsheim, Berghausstraße 49, Tiengen
(unterhalb Schützenheim, Ex-Kleintierzüchter Tiengen).
Kosten
Workshop kostenfrei, Spenden willkommen
Betreuung
durch Experten-Team
Kapazität
15 Teilnehmer, Anmeldung erforderlich
Hinweise
Beachte bitte auch “News und Blog” auf der Website von KLIMENZ:
https://klimenz.de/2026/wir-holen-die-stoerche-zurueck-nach-tiengen/
Die Teilnehmer sind einverstanden, dass während der Veranstaltung Fotos gemacht werden, die wir ausschließlich für Öffentlichkeitsarbeit von “Erlebbare Umweltbildung e.V.” verwenden.