Eindrucksvoll. Fachkundig. Praxisnah.

Dürre sichtbar vor Ort: ausgetrocknete Feuchtbiotope, vertrocknete Vegetation und knapper werdende Futterressourcen.
Foto: Alfred Scheuble
Steinatal-Safari: Klimastress vor der eigenen Haustür
Sehen. Messen. Verstehen. Handeln.
Wie verändert sich eine Landschaft, wenn Hitze und Trockenheit zunehmen? Welche Folgen hat das für unsere Bäche, Teiche, Pflanzen und Tiere? Und wo können Menschen konkret etwas für den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen tun?
Diesen Fragen ging KLIMENZ bei der Steinatal-Safari am 23. August 2026 nach. Die Exkursion führte durch das Untere Steinatal – mitten hinein in eine Landschaft, in der die Folgen des Klimastresses bereits sichtbar und messbar sind.
Der SÜDKURIER hat über die Safari ausführlich berichtet und dabei die fachkundigen Einblicke, die verschiedenen Stationen und die Arbeit von KLIMENZ aufgegriffen.
Natur nicht nur erklären – Natur erlebbar machen
Umweltbildung beginnt vor der eigenen Haustür
Für KLIMENZ bedeutet Umweltbildung mehr als die Vermittlung von Wissen.
Wir wollen Zusammenhänge sichtbar, verständlich und erlebbar machen.
Deshalb führt die Steinatal-Safari nicht in einen Seminarraum, sondern direkt in die Landschaft. An den verschiedenen Stationen wird gemeinsam beobachtet, diskutiert und hinterfragt:
Was sehen wir?
Was hat sich verändert?
Welche Ursachen gibt es?
Und vor allem: Was können wir tun?
Genau hier setzt die Arbeit von Erlebbare Umweltbildung e.V. – KLIMENZ an.
Die Steina unter Klimastress
Niedrige Wasserstände werden zum sichtbaren Warnsignal
Eine zentrale Station der Safari war die Steina.
Die zunehmende Trockenheit zeigt sich unmittelbar an den Wasserständen. Wo früher mehr Wasser zur Verfügung stand, führen ausbleibende Niederschläge, hohe Temperaturen und zunehmende Verdunstung zu einer immer größeren Belastung des Gewässers.
Für Tiere und Pflanzen bedeutet das erheblichen Stress.
Für KLIMENZ ist die Steina deshalb zugleich Naturraum, Lernort und Frühwarnsystem.
Denn Veränderungen in einem Gewässer lassen sich nicht nur beobachten – sie lassen sich auch messen und dokumentieren.
Wissenschaft trifft auf Umweltbildung
Beobachten allein reicht nicht
KLIMENZ verbindet die praktische Umweltbildung deshalb mit wissenschaftlich orientiertem Monitoring.
Wasserstände und Wassertemperaturen werden an verschiedenen Messstellen dokumentiert. Logger erfassen langfristige Veränderungen unter anderem in Steina, Fockeltenbach und Fockeltenteich.
Ergänzend kommen Untersuchungen mit einem Wasseranalysekoffer zum Einsatz, beispielsweise zur Bestimmung des pH-Wertes und weiterer Wasserparameter.
Damit entsteht aus einzelnen Beobachtungen ein langfristig nutzbares Bild der Entwicklung.
Sehen. Messen. Verstehen.
Und daraus entsteht die Grundlage für den nächsten Schritt:
Handeln.
Renaturierung zeigt: Veränderung ist möglich
Aus Problemen können Lernorte für Lösungen werden
Die Safari zeigte nicht nur die Folgen von Trockenheit und Klimastress.
Sie führte auch zu Orten, an denen bereits konkret gehandelt wurde.
Renaturierte Flächen, neue Gewässerstrukturen und Maßnahmen zur Verbesserung ökologischer Lebensräume zeigen, dass Landschaft nicht einfach ihrem Schicksal überlassen werden muss.
Renaturierung kann Lebensräume zurückgewinnen.
Gewässer können ökologisch aufgewertet werden.
Biodiversität kann gefördert werden.
Und Menschen können lernen, solche Prozesse zu verstehen und zu begleiten.
Artenschutz direkt vor Ort
Vom Gewässer bis zum Edelkrebs
Ein besonderer Schwerpunkt der Safari lag auf der heimischen Tier- und Pflanzenwelt.
Am Fockeltenteich wurde deutlich, wie unmittelbar sich die hohen Temperaturen und niedrigen Wasserstände auf aquatische Lebensräume auswirken können.
Besonders gefährdet sind dabei Arten, die auf kühle, sauerstoffreiche Gewässer angewiesen sind.
Der Edelkrebs steht beispielhaft für eine Tierart, deren Lebensraum geschützt und erhalten werden muss.
Artenschutz beginnt deshalb nicht irgendwo weit entfernt.
Er beginnt direkt vor unserer Haustür.
Ein Bericht, der KLIMENZ sichtbar macht
Der SÜDKURIER begleitet die Steinatal-Safari
Die regionale Berichterstattung des SÜDKURIER hat die Steinatal-Safari aufgegriffen und die verschiedenen Facetten der Exkursion dargestellt.
Dabei wurde deutlich, worum es KLIMENZ geht: um die Verbindung von Umweltbildung, Klimaschutz, Gewässerschutz, Renaturierung und Artenschutz.
Die Berichterstattung ist für uns eine schöne Bestätigung, dass es sich lohnt, genau hinzuschauen und komplexe ökologische Zusammenhänge verständlich zu vermitteln.
Nicht abstrakt.
Nicht irgendwo.
Sondern hier bei uns.
KLIMENZ: MACHEN statt SCHWÄTZEN
Umweltbildung mit Haltung
Klimawandel und Biodiversitätsverlust sind keine abstrakten Zukunftsthemen mehr.
Sie zeigen sich in unseren Gewässern, auf unseren Wiesen, in unseren Wäldern und in den Lebensräumen unserer heimischen Arten.
KLIMENZ möchte diese Veränderungen nicht nur beschreiben.
Wir wollen sie sichtbar machen, messen, verstehen und gemeinsam nach Lösungen suchen.
Dabei gilt unser Grundsatz:
MACHEN statt SCHWÄTZEN.
Denn wer seine Umwelt kennt, kann Verantwortung übernehmen.
Und wer Verantwortung übernimmt, kann etwas bewegen.
Das Untere Steinatal als lebendiges Klassenzimmer
Eine Landschaft wird zum Lernort
Das Untere Steinatal bietet dafür ideale Voraussetzungen.
Auf engem Raum treffen Gewässer, Feuchtlebensräume, Wiesen, Wald, renaturierte Bereiche und wertvolle Biotope aufeinander.
Diese Vielfalt macht die Region zu einem lebendigen Klassenzimmer.
Genau hier möchte KLIMENZ ansetzen und Umweltbildung mit konkretem Natur- und Artenschutz verbinden.
Erleben statt nur darüber reden.
Messen statt nur vermuten.
Verstehen statt wegschauen.
Handeln statt abwarten.
Unser Fazit
Die Natur sendet Signale – wir sollten sie ernst nehmen
Die Steinatal-Safari hat gezeigt, wie deutlich die Folgen von Hitze und Trockenheit inzwischen in unserer unmittelbaren Umgebung sichtbar werden.
Sie hat aber ebenso gezeigt, dass Veränderung möglich ist.
Durch Renaturierung.
Durch Monitoring.
Durch Artenschutz.
Durch Wissen.
Und durch Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.
KLIMENZ bleibt deshalb dran.
Denn Umweltbildung endet nicht mit einer Exkursion.
Sie beginnt dort.
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Möchtest du mehr über KLIMENZ erfahren, an Workshops und Veranstaltungen teilnehmen und Umweltbildung aktiv erleben? Dann bist du bei uns genau richtig.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich – wichtig sind Interesse, Offenheit und Freude am Mitwirken. Gemeinsam gestalten wir nachhaltige Entwicklung und setzen uns aktiv für Natur- und Klimaschutz ein.
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