KLIMENZ – Erlebbare Umweltbildung e. V.

Müllvermeidungsstrategie

Müllvermeidung als Umweltschutz

Fleißig Helfer, Klettgau-Cleaners und KLIMENZ-Mitglieder am 9. März 2024 bei einer Putzete.                                        Foto: Klettgau Cleaners

1.  Video: “Abfall ist keine Nahrung”

Folgendes Video von Corvin Breyer und Andreas Otte wurde am 13. 03. 2024 in Detzeln präsentiert (anklicken!)

Ergänzend referierte Andreas Otte am 13.03.2024 wie folgt:

 

2.  Referat “Müllvermeidungsstrategie”

Die wachsende Vermüllung innerhalb der Stadtgrenzen entlang von Straßen und Wegen hat schwerwiegende Folgen für den Boden und die natürlichen Lebensräume. Mikroplastik und andere Fremdstoffe verursachen irreversible Schäden an lebenswichtigen Ökosystemen, und stellen somit langfristig eine Bodenzerstörung als eine wichtige Lebensgrundlage von Mensch, Pflanzen und Tieren dar. Ein effizientes Abfall- und Müllvermeidungsmanagement im öffentlichen Raum ist nötig.

1. Forderung an den Bundestag bzw. Abgeordnete im Bundestag
Das Pfand auf Dosen, Flaschen und Getränkeverpackungen muss staatlich vorgeschrieben deutlich erhöht werden, wir fordern 1,-€. Wir fordern auch eine deutliche Erhöhung der Strafen für Littering. Deutschland orientiere sich an erfolgreichen Beispielen wie New York, Singapur oder der Schweiz. Eine Kameraüberwachung muss rechtlich möglich sein von kritischen Orten, die für Straftaten missbraucht werden, z.B. Umweltvermüllung.

2. Handlungswünsche an die Landkreisverwaltung
Die Landkreisverwaltung wird gebeten, entlang der Straßen Aufmerksamkeitswerbung für eine faire und umweltgerechte Müllentsorgung zu stellen. Wir fordern für Fernfahrer, d.h. an Lastwagen-Parkplätzen mehr Müllbehälter zu installieren.

3. Forderungen an die Verwaltungen:
Die Landkreisverwaltung wie die Stadtverwaltung wird aufgefordert, Ansprechpartner für Umweltakteure wie auch die Klettgau Cleaners zu benennen, um Aktionen besser abstimmen zu können. Sie mögen bitte Firmen mit Firmengelände zur Müllfreien Sauberhaltung ihrer Flächen auffordern. Die städtische Verwaltung möge die Mülleimerausstattung an öffentlichen Plätzen und Straßen überprüfen, und je nach Standort zeitgemäße Mülleimer mit Aschern und Hundekottüten installieren.

4. Mehr Cleanups entlang Verbindungsstraßen
Es wird die Stadt- und Landkreisverwaltung darauf hingewiesen, dass häufigerer Cleanups entlang der Verbindungsstraßen dringend nötig sind, um eine weitere zerstörende Vermüllung des Bodens der Straßenränder zu verhindern.

5. Einsatz von Mähfahrzeugen und Entholzungsfahrzeugen
Es wird dringend gefordert, dass Straßenrand-Mähfahrzeuge nur in Begleitung von Mitläufern als Müllaufsammler arbeiten dürfen. Bisher wird der Müll am Straßenrand beim Mähen unaufsammelbar geschreddert, und damit alle Straßenränder in wenigen Jahren unumkehrbar zu Mülldeponien gemacht. Gleiches gilt für die Deutsche Bahn bei Entholzungsarbeiten neben den Gleisen.

6. Notwendige Besonderheit

Die Stadtverwaltung wird dazu aufgefordert, die Deutsche Bahn in geeigneten Abständen zur Entmüllung ihrer Bahnhöfe und Strecken aufzufordern, und das Müllmulchen beim Abholzen der Streckenränder zu unterlassen. – Bisher erfolgt nur ehrenamtliche Entmüllung, bei der sich der ehrenamtlich Tätige noch strafbar macht, weil Bahnstrecken nicht betreten werden dürfen. Die Bahn wird nach eigenen Aussagen wegen Personalmangel diesbezüglich nur nach Aufforderung durch die Gemeinde tätig. 7. Ausstattung von Bahnhöfen und Bushaltestellen Es wird gefordert, dass die Deutsche Bahn Bahnhöfe und die öffentlichen Busunternehmen die Wartebereiche mit Aschern ausstattet, um eine umweltgerechte Entsorgung von Zigarettenkippen zu ermöglichen.