KLIMENZ – Erlebbare Umweltbildung e. V.

Mit einer Fallhöhe von 31 m ist der Krebsbach-Wasserfall höher als der Rheinfall (26 m). Das neue Bachbett des Krebsbachs im Steinbruchareal wurde 2018 in Felsen gesprengt und ist bis heute kaum renaturiert.
Ziel ist es, ein Alleinstellungsmerkmal zum Thema Wasser und Schwammlandschaft mit einem Erlebnispfad “Ökologie und Ökonomie” zu realisieren.

Nach Beendigung des Abbaus von Porphyr im Westbruch ist „zeitnah“ (!) ohnehin eine umfassende Renaturierung gesetzlich vorgeschrieben. Wir initiieren in Zusammenarbeit dem Steinbruchbetreiber und den Behörden, den tiefen Sprengkrater als Steinbruchsee nur teilweise mit Erdaushub aufzufüllen. Eine teilweise Verfüllung sollte horizontal erfolgen, d.h. ohne Hangneigung. Dadurch sind bei Starkregen fatale Erosionen ausgeschlossen. Das Wasser bleibt im Boden (Schwammlandschaft) und verhindert Ausspülungen mit gefährlichem Sedimenteintrag in die Steina. Der Steinbruchsee (3 m tief) wird vom Krebsbach gespeist, erzeugt Verdunstungskälte, verbessert das Mikroklima und fördert die Artenvielfalt. In der steilen Abbruchkante der Felsenwand könnte u.a. der früher heimische Uhu wiederangesiedelt werden.

Ein Lehrpfad “Ökologie und Ökonomie” in Zusammenarbeit mit dem Steinbruchbetreiber und Naturschutzverbänden könnte entlang des zu renaturierenden Krebsbachs zum Wasserfall führen. Breite Bevölkerungsschichten und Touristen hätten somit Zugang zum Wasserfall und zum Steinbruchsee. Diese Kombination ist deutschlandweit einzigartig.

Dieses Vorzeigeprojekt stellt ein überzeugendes Win-Win-Modell dar, das ökologische, ökonomische und touristische Belange berücksichtigt. Der Mix macht’s: das Wasser in der Landschaft halten, das Mikroklima nachhaltig verbessern, Feinstaub reduzieren und eine neue aquatische Flora und Fauna ansiedeln. Dies alles trägt zudem zur (Wieder-)Vernetzung von Biotopverbünden und Nahrungsketten bei.

Eine Zusammenarbeit „Ökologie und Ökonomie“ mit dem Porphyrwerk Detzeln GmbH (Eberhard-Gruppe) hat 2021 mit gemeinsamen Aktionen und Planungen begonnen. Die Firma Eberhard bringt 30 Jahre Erfahrung im Baustoffrecycling mit, setzt auf Nachhaltigkeit und propagiert Kreislaufwirtschaft mit Schonen der Ressourcen. Staub und Lärm sollen reduziert werden.

Porphyrwerk Detzeln (PWD):
Steina-Fischpächter und Ingo Kramer, Geschäftsführer vom Landesfischereiverband BW (links Mitte) besichtigen neues Bett vom Krebsbach und den Westbruch (PWD Detzeln).           Foto: D. Schäuble

Spektakulärer Wasserfall:
Der Krebsbach-Wasserfall (
Fallhöhe 31 m ist höher als der Rheinfall 26 m) und könnte den angedachten Steinbruchsee speisen.                  Foto: Archiv

Ohne Wasser läuft nichts:
Die Initiatoren vom Erlebnispfad
“Ökologie und Ökonomie”  (Steinbruchsee, Krebsbach= wasserfall, Krebsbachmündung) v.l.n.r. Jörg Kasseckert, Martin Lohrmann, Helmut von Koerber und MdL Niklas Nüssle.                               Foto: Torsten Stockmann

Ohne Renaturierung kein Leben.
Das 2018 in Felsen gesprengte  Bachbett braucht eine effektivere vorzeigbare Renaturierung mit heimischen, schattenwerfenden Bäumen und Büschen für die gesamte Krebsbachmündung. Erst drei Bäume sind gepflanzt.                             Archivfoto: Verein 

Fazit

Der vom Krebsbachwasserfall gespeiste Steinbruchsee soll zu einer deutschlandweit einzigartigen Sehenswürdigkeit und einem touristischen Anziehungspunkt werden, der ökologische und ökonomische Vorteile vereint, indem er durch Verdunstungskälte das Mikroklima verbessert, Artenvielfalt fördert und mit einem Erlebnispfad den Zugang für die Öffentlichkeit ermöglicht.

Wasserfälle sind grandiose Naturphänomene, wertvolle Lebensräume, Energielieferanten, sie schaffen ihre eigenen Ökosysteme. Aber vor allem sind Wasserfälle wunderschön ….

Kosten

Eberhard-Konzern:

Erlebnispfad, Infotafeln,
Info-Plattform am Kolk,
Schau-Absetzbecken,
Revitalisierung Gewässerrandstreifen Krebsbachmündung,
geplante Bauausführung: Porphyrwerk Detzeln, 
Win-Win-Lehrpfad
“Ökologie und Ökonomie” mit NGOs und PWD  

PWD:

Gesamtfinanzierung
Planungsbüro (integriert in Gesamtkonzept)

Nutzen

Wertschöpfung

BNE
(Biologie, Geologie,
Ökologie und Ökonomie)

See 3 – 5 m tief (gespeist vom Krebsbachwasserfall),
aquatische Flora und Fauna, besserer Artenschutz, höhere Biodiversität, mehr 
Gewässerqualität, 
gesünderes Mikroklima,
Verdunstungskälte, 

Wasserrückhalt,  Wasserausgleich
(Hoch-/Niedrigwasser),
Feuerlöschteich für PWD,
ebene Aufschüttung =>
kein Sedimenteintrag durch Erosion nach Starkregen (= keine Kolmatierung in  Bachsohle der Steina),

neuer Biotopverbund, 
dankbares Fotomotiv, sanfter Tourismus, 
Image-Gewinn für PWD
und NGOs.

Alleinstellungsmerkmal

“Steinbruchsee und Wasserfall” wäre deutschlandweit eine einmalige Sehenswürdigkeit,
ein innovativer Magnet
und Leuchtturmprojekt (auch über die Region hinaus),
Steinbruch-Biodiversität

Marienkäfer:
Artenvielfalt statt Steinwüste.
                   Foto: Dieter Schäuble

Prachtlibelle:
der Natur wieder etwas zurückgeben. 
                   Foto: Dieter Schäuble